Fr, 15. Dezember 2017

Technischer Assistent, Museum of American Art in Berlin: Amerikanisches Tutti-Frutti

Der Vortrag widmet sich einer Reihe von Ausstellungen, mit deren Hilfe der Modernismus im Europa der Nachkriegszeit (re)etabliert wurde, angefangen mit der 1947 vom amerikanischen Außenministerium organisierten Ausstellung Advancing American Art und endend mit der American National Exhibition 1959 in Moskau. Es handelt sich hierbei unter anderem um Ausstellungen, die von der internationalen Programmabteilung des MoMAs in New York initiiert wurden und die dazu beitrugen, eine europäische kulturelle Identität zu festigen, die auf Internationalismus, Modernismus und Individualität setzte. Eine dieser Ausstellungen trug den Titel Modern Art in the USA. Nachdem sie in verschiedenen europäischen Städten gezeigt worden war, wurde sie nach Belgrad verschickt, die Hauptstadt des ehemaligen Jugoslawiens. So wurden zum ersten Mal Werke von Künstler*innen wie Gorky, de Kooning, Pollock, Kline, Motherwell und Rothko in einem sozialistischen Land gezeigt. Zugleich war es die letzte Ausstellung, in der Pollock vor seinem Tod vertreten war.

Im Rahmen der Konferenz Freedom in the Bush of Ghosts