So, 12. November 2017

Nihilist Spasm Band feat. Alexander Hacke, Jandek

Nihilist Spasm Band feat. Alexander Hacke | Foto: Jen Fraser

Nihilist Spasm Band feat. Alexander Hacke | Foto: Jen Fraser

20h Jandek | Auditorium
21.30h Nihilist Spasm Band feat. Alexander Hacke | Auditorium

© promo

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Jandek

Nicht zu vergleichen, nicht zu fassen: Jandek ist der Archetyp des unabhängigen Außenseiters, das Idol jedes Anti-Musikers. Offiziell nicht einmal eine Person, sondern Musikprojekt und Repräsentant des Labels Corwood Industries aus Houston, Texas, blieb Jandek über Jahrzehnte ein Phantom. Seit 1978 veröffentlichte er an allen Konventionen der Veröffentlichungspraxis vorbei jährlich Alben mit lärmigen, mäandernden Folk- und Blues-Improvisationen und poetischen Texten, in ihrer Idiosynkrasie und Inkohärenz ebenso verstörend wie herzzerreißend eindringlich. Mit seinem ersten Konzert 2004 gab er plötzlich die völlige Isolation auf, blieb aber kaum weniger rätselhaft. Mit einer radikalen, geradezu anspruchslosen Distanz von jeglichen Kategorien macht Jandek unbeirrt weiter. Eines seiner seltenen, gern in improvisationsbasierter Konstellation mit ihm unbekannten, lokalen Musiker*innen stattfindenden Konzerte spielt er am No! Music- Abschiedsabend.

www.corwoodindustries.com

Nihilist Spasm Band feat. Alexander Hacke

Die erfahrenste Amateur-Band der Welt: Inspiriert sowohl vom russischen Nihilismus als auch von Louisianas auf Gebrauchsgegenständen spielenden „Spasm“-Bands des frühen Jazz, gründete sich die Nihilist Spasm Band 1965 als Improvisationsensemble – ohne jede musikalische Kompetenz, aber mit einer Menge selbstgebastelter Instrumente, Lust auf zerstörte Erwartungen und experimentell gewonnene Einsichten. Mit einer durchgestrichenen Note als Logo, dem Debütalbum No Record und einem selbstveranstalteten No Music-Festival sind die „Godfathers of Noise“ Pioniere im Neinsagen, aber auch in Sachen Durchhaltevermögen: Seit über 50 Jahren tritt das Kollektiv mit einer riesigen Anhängerschaft in Japan und Fans von Thurston Moore bis R.E.M. fast jeden Montag in der Galerie ihres Heimatsorts London, Ontario auf. Und bis heute können sie keine Noten lesen. Im HKW treffen sie auf Einstürzende-Neubauten-Bassist und Krach-Spezialist Alexander Hacke.

www.nonsb.ca
www.hacke.org