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So, 12. November 2017

DIY or Die: Is Bartleby Dead in the Post-Digital Age?

Keynote von Adam Harper, Gespräch mit Adam Harper, Daniela Seitz, Lucia Udvardyová und Mat Dryhurst, Moderation: Lisa Blanning

Bartleby „wollte lieber nicht“ – und am Ende von Herman Melvilles Erzählung ist er verhungert. Inwiefern wäre seine Devise heute noch eine Option – angesichts prekärer Lebensbedingungen einerseits und der Imperative digitaler Produktions-, Konsumtions- und Marketingbedingungen andererseits,? Führt das Bestehen darauf, nicht mitzumachen, unweigerlich zur Nicht-Existenz? Wie haben sich die Bedingungen dafür nein zu sagen verändert? Ist Verweigerung als Pose Teil des kulturellen Archivs geworden, auf die man sich nur noch im Retro-Modus bezieht? Heutige Strategien scheinen weniger Widerstand und Protest, denn Aneignung, Selbstbehauptung und Vernetzung zu sein. Wie geht der (post-)digitale Underground mit diesen Fragen um, der einerseits Alternativen zum Musikindustrie-Mainstream schafft, dessen DIY-Strukturen aber gleichzeitig auf die Monopole digitaler Plattformen angewiesen sind? Wie geht Negation mit digitalen Mitteln?

Mit einer Keynote von Musikjournalist und –theoretiker Adam Harper; anschließende Diskussion mit Daniela Seitz, Mitbegründerin der Künstlerplattform und Veranstaltungsreihe Creamcake sowie des 3hd-Festivals; Lucia Udvardyová, Musikjournalistin, Kuratorin und Mitbegründerin von Easterndaze und dem Multimedia-Künstler und Begründer der Decentralized Music Society Mat Dryhurst , moderiert von der Musikjournalistin Lisa Blanning

www.creamcake.de
www.lisablanning.com
www.luciaudvardyova.net
www.mathewdryhurst.com
www.rougesfoam.blogspot.de