Sa, 06. Mai 2017

Abschlussdiskussion

Mit Arjun Appadurai, Gert Biesta, Keri Facer und Carmen Mörsch

Arjun Appadurai, Sozial- und Kulturanthropologe, ist Goddard Professor of Media, Culture and Communication an der New York University und Senior Fellow am Institute for Public Knowledge. Von 2016 bis 2017 ist er Gastprofessor am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Appadurai hat grundlegende Bücher auf dem Gebiet der Globalisierungswissenschaften veröffentlicht, darunter Modernity at Large (1996) und Fear of Small Numbers: An Essay on the Geography of Anger (2006). In seinem Werk The Future as a Cultural Fact: Essays on the Global Condition (2013) unternimmt er eine analytische Diagnose der gegenwärtigen Weltverhältnisse und fordert eine „Ethik des Möglichen", der Hoffnungen, Ansprüche und Wünsche. In Banking on Words. The Failure of Language in the Age of Derivative Finance (2015) entfaltet er eine unkonventionelle Deutung der Wirtschaftskrise von 2008.

Gert Biesta ist Professor of Education und Director of Research an der Brunel University London und NIVOZ Professor for Education an der Universität für Humanistik, Niederlande, mit Spezialisierung auf Theorie und Philosophie der Bildung und Bildungspolitik, sowie Theorie und Philosophie der Bildungs- und Gesellschaftsforschung. Insbesondere interessieren ihn dabei Fragen der Demokratie und Demokratisierung. Biesta gehört dem Bildungsrat der Niederlande (dem beratenden Gremium von Regierung und Parlament der Niederlande) an und ist Lektor der Zeitschrift Educational Theory.

Keri Facer ist Professor of Educational and Social Futures an der University of Bristol. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit geht es um die Erforschung (und manchmal auch um das Herstellen) von Beziehungen zwischen Universitäten, Schulen und Gesellschaft. Besonders interessiert sie sich für ein besseres Verständnis der Folgen möglicher künftiger wirtschaftlicher, ökologischer und technologischer Wandlungsprozesse auf das Verhältnis zwischen Schule und Gesellschaft. Ebendies ist Gegenstand ihres Buchs Learning Futures: Education, Technology and Social Change von 2011. Facer gehört außerdem der redaktionellen Leitung der Zeitschriften Futures, Journal of Media and Technology und Journal of Sociology of Education an. Seit 2013 ist sie Leadership Fellow im Connected Communities Programme des Research Council UK.

Carmen Mörsch ist Leiterin des Institute for Art Education (IAE) der Zürcher Hochschule der Künste. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Kulturvermittlung als hegemoniekritische und künstlerische Praxis sowie Geschichte der Bildung in den Künsten in einer postkolonialen und queer-feministischen Perspektive. Sie ist Mitglied des internationalen Netzwerks „Another Roadmap for Arts Education“. 2017 ist sie als Senior Fellow der Stiftung Mercator an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Zuletzt erschienen: „Stop Slumming! Eine Kritik kultureller Bildung als Verhinderung von Selbstermächtigung“ (2016) und „Contact Zone (un)realised: Andere Besucher_innen als Intervention im Ausstellungsraum“ (2017)