Sa, 06. Mai 2017

Connecting with the Past: kritische Praxis gestern und heute

Mit Catherine Burke, Håkan Forsell, und Luis Armando Gandin

Foto: Lincoln School Of Teachers College. Summer Demonstration. 1938. Courtesy of Teachers College, Columbia University

Foto: Lincoln School Of Teachers College. Summer Demonstration. 1938. Courtesy of Teachers College, Columbia University

Urbaner Wandel, wachsende soziale Ungleichheit, um sich greifende Verunsicherung: Gesellschaftliche Umbrüche stellen Schule vor neue Herausforderungen. Wie kann das reformpädagogische Wissen der Vergangenheit für die Gegenwart produktiv gemacht werden? Der Historiker Håkan Forsell geht von der Berliner Großstadtpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts aus und fragt: Wie kann eine aktive Auseinandersetzung mit dem Stadtraum die kreative Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern? Welche Erkenntnisse zu aktuellen Entwicklungen wie Gentrifizierung lassen sich aus dem historischen Vergleich ziehen? Die Bildungs- und Kindheitshistorikerin Catherine Burke untersucht vergangene Bestrebungen, die Beschränkung des Unterrichts auf das Klassenzimmer zu durchbrechen. Hierfür nimmt sie u. a. das Konzept des ‚Streetwork‘ in den Blick, das u. a. der Anarchist Colin Ward im Großbritannien der 1970er Jahre mitbestimmte. Luis Armando Gandin spricht über die Escola da Cidadania in Porto Alegre, Brasilien. Von 1993 bis 2004 bildete das Citizen School-Projekt eine Lerngemeinschaft aus Schüler*innen, Lehrer*innen und Bürger*innen nach den Grundsätzen der Pädagogik von Paulo Freire.