Sa, 22. April 2017

Kris Project I: The Never Ending Tale of Maria, Tin Mine, Spices and the Harimau

R: Au Sow-Yee, Malaysia 2016, 15 min, OmE

Au Sow-Yee, Kris Project I: The Never Ending Tale of Maria, Tin Mine, Spices and the Harimau, 2016

Au Sow-Yee, Kris Project I: The Never Ending Tale of Maria, Tin Mine, Spices and the Harimau, 2016

Das fröhliche Lied, "The World as One Family", der berühmten Sängerin Grace Chang (Ge Lan) dient als Vorspiel zu The Kris Project I. In Fortführung der Erzählstränge aus ihrem Kurzfilm Mengkerang Project und ausgehend von einem fiktiven Filmstudio erfindet, erkundet und untersucht die Künstlerin Au Sow-Yee auch in dieser Arbeit Themen der „kulturellen Subjektivität“ Malaysias und seiner Nachbarländer. Daraus entsteht unter anderem ein Bild der subtilen Verbindungen zwischen den Filmbranchen Malaysias und benachbarter asiatischer Länder (und von Studios oder Produzenten wie MP&GI, Cathay und den Shaw Brothers) zur Zeit des Kalten Krieges in den 1950er und 1960er Jahren. Als „Film“ im Sinne eines künstlerischen Verfahrens bringt The Kris Project I Bilder aus verschiedenen Zeiten und Orten in unvermittelten Zusammenhang und befreit sich so von den Zwängen der linearen Geschichte, verfremdet Erzählungen über den Anderen und dringt in die Randbereiche der historischen Erinnerung vor. Das Werk dekonstruiert die Erzählung des indischen Ramayana-Epos und etliche andere volkstümliche Überlieferungen. Es erzeugt einen „Pseudo-Film“, indem es Ton und Bild trennt, Raum und Zeit aus den Angeln hebt und zusätzlich Gefundenes, vom fiktiven Regisseur Ravi gesammeltes Bildmaterial mit aufnimmt – eine Gelegenheit für das Publikum, sein Bewusstsein für Bilder zu schärfen und der Geschichte eigene Deutungen abzuringen.

Dieses Werk entstand mit großzügiger Unterstützung durch das Rockbund Art Museum.