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Mo, 10. Oktober 2016

Sharon Macdonald, Tony Bennett & Arjun Appadurai – DING

© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum, Martin Franken, Maya-Ausstellung 2007

© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum, Martin Franken, Maya-Ausstellung 2007

Museen inszenieren Objekte als Zeugnisse spezifischer Narrative. Wie formulieren diese musealen Dinge globale Ordnung und verdrängen alternative Erzählungen? Welche Bedeutungen nehmen sie im Kontext der Dynamiken von Globalisierung und Dekolonisierung an? Unmittelbar vor der Schließung des Ethnologischen Museums nähern sich Arjun Appadurai, Tony Bennett und Sharon Macdonald dem DING: seinen Subtexten, seinem Eigensinn und seiner politischen Dimension.

Anhand von ausgewählten Sammlungsobjekten gehen drei Koryphäen Erzählweisen des Dings auf den Grund: Arjun Appadurai, Professor für Medien- und Kulturtheorie an der New York University, untersucht die Migration der Dinge und fragt, wie sie als Träger ästhetischen Wissens lesbar werden; Tony Bennett, Professor für Kulturtheorie an der Western Sydney University, führt uns die Entwicklung des Sehens im Museum und die Fixierung der Betrachter*innenperspektive vor; und die Museumswissenschaftlerin Sharon Macdonald, Alexander von Humboldt-Professorin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität, verbindet die beiden theoretischen Ansätze mit den jüngsten Entwicklungen in der Berliner Museumslandschaft. Wie werden Dinge im musealen Raum zu Zeichenträgern? Wie gehen Gesellschaften dabei mit problematischen Aspekten von kulturellem Erbe um? Welche Prozesse des Lernens und Verlernens sind nötig, um hegemoniale Narrative und Geopolitiken zu entziffern?