Fr, 15. Juli 2016

Calypso Rose | L.M. Stone

Calypso Rose | © Richard Holder

Calypso Rose | © Richard Holder

Partyrhythmen mit scharfer Zunge: Calypso Rose aus Tobago verkörpert den Calypso wie kaum eine andere Interpretin. Seit über 50 Jahren ist sie im Geschäft – mit mehr als 800 Songs, 20 Veröffentlichungen und unzähligen Konzerten weltweit. Klassiker wie Fire in Me Wire, Give Me More Tempo und Come Leh We Jam verbreiteten ihre Musik weit über die karibischen Grenzen hinaus. In den 1970ern avancierte sie zur unangefochtenen Calypso Queen – fünfmal in Folge gewann sie den gleichnamigen Titel. 1978 sang sie sich an die Spitze des Wettbewerbs Calypso King, der ihr zu Ehren in Calypso Monarch umbenannt wurde. Ihre schwierige Stellung als Frau im Wettstreit mit der zumeist männlichen Konkurrenz in den Calypso-Zelten Trinidads thematisiert sie auf wie abseits der Bühne und setzt sich für Frauenrechte und sozial Schwächere ein. Ihr neues Album Far From Home erscheint im Sommer 2016 – u. a. mit Vocals und Charango-Spiel von Manu Chao.

www.calypso-rose.com

Stone Family Band | © promo

Stone Family Band | © promo

L.M. Stone

Karibischer Country?! Die Insel St. Lucia ist ein karibisches Paradies wie aus dem Bilderbuch, nicht weit entfernt von Jamaika. Ihre Bewohner*innen hören jedoch statt Bob Marley oder Jimmi Cliff nichts lieber als die Helden der klassischen Cowboymusik: George Jones, Merle Haggard oder Jim Reeves. L.M. Stone ist der „Country and Western King of St. Lucia” und eine Legende auf der Insel. Mit Cowboyhut und einer glockenhellen Samtstimme, die klingt, als sei er eigentlich im Süden Nashvilles aufgewachsen, gewann er gar den Country Music Wettbewerb des Wild Horse Saloons in Tennessee. Zum Square Dance unter Palmen singt L.M. Stone Country und Western der alten Schule, mit Texten über tragische Schicksale und gebrochene Herzen, und dazwischen ertönt schon mal ein überdrehtes: „Yeeehaw!“