Mo, 11. April 2016

Dipesh Chakrabarty & Eyal Weizman – FORUM

Dipesh Chakrabarty | Foto: Joachim Loch

Dipesh Chakrabarty | Foto: Joachim Loch

Welches sind die Foren, in denen sich das Politische heute entfalten kann? Angesichts postdemokratischer Globalisierungsmechanismen, der Krise des Nationalstaates und einer zunehmenden Einschränkung von Menschen- und Bürgerrechten haben sich die Orte und Praktiken gesellschaftlicher Aushandlung verlagert.

Die Distanz zwischen den Räumen globaler Politiken und den Netzwerken lokaler politischer Initiativen wächst stetig. Ausgehend vom Konzept der griechischen Polis und Hannah Arendts Gedanken über das Politische als ein freies Handeln in der Öffentlichkeit nähern sich der Historiker Dipesh Chakrabarty und der Architekt Eyal Weizman dem Begriff des Forums.

Eyal Weizman, 2015 | Foto: Michael Leckie

Eyal Weizman, 2015 | Foto: Michael Leckie

Eyal Weizman ist Architekt, Professor of Visual Cultures und Direktor des Centre for Research Architecture am Goldsmiths, University of London. Seit 2011 leitet er außerdem das Projekt Forensic Architecture zur Funktion und Bedeutung der Architektur für das humanitäre Völkerrecht. Seit 2007 ist er Gründungsmitglied des Architekturkollektivs DAAR (Decolonizing Architecture Art Residency) in Bait Sahur, Palästina. Er arbeitet mit unterschiedlichen NGOs in aller Welt zusammen und gehörte dem Vorstand der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem an. Zurzeit sitzt er außerdem in den Beiräten des Institute of Contemporary Arts (ICA), des Centre for Investigative Journalism in London sowie weiterer wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen.