So, 22. November 2015

Vorstellung des Workshops wohnwut – Ergebnisse der Jugendkampagne und des offenen Stadtlabors JUNIPARK im Schillerkiez 2014 - mit Tentakeln zum „Urban Forest“ des Ateliers Bow-Wow

Mit Barbara Meyer und Benjamin Menzel

Wohnungsfrage | © Laura Fiorio

Wohnungsfrage | © Laura Fiorio

Ausziehen von zu Hause, eine eigene Bude finden oder mit Freunden in eine WG ziehen, das ist der dringliche Wunsch vieler junger Menschen in Berlin. Doch in den letzten Jahren haben sich die Chancen für einen motivierenden Start ins Erwachsenenleben und in die Selbständigkeit prekär verengt. Geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist zu einem strapazierenden Marathon geworden, viele junge Berlinerinnen und Berliner bleiben entmutigt auf der Strecke. Wie stellen sich junge Erwachsene Wohnen in der Stadt vor? Welche Utopien haben sie und welche Modelle möchten sie entwickeln?

Die Führung stellt die zweijährige Jugendkampagne wohnwut des Internationalen JugendKunst- und Kulturhauses Schlesische27 vor, macht Station bei der offenen Gerüststadt JUNIPARK im Schillerkiez und beschreibt den Pfad bis zur Wohninstallation „Urban Forest“ des Ateliers Bow-Wow.

Barbara Meyer ist Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Internationalen JugendKunst- und Kulturhauses Schlesische27 in Kreuzberg. Die gebürtige Schweizerin studierte in München an der Akademie der Bildenden Künste Malerei und Grafik, später Kulturpädagogik an der HdK Berlin. Für den Rat für die Künste und im Auftrag der Berliner Kulturverwaltung entwickelte sie ein landesweites Strukturprogramm für kulturelle Bildung sowie das Förderinstrument „Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung“. Fokus ihrer Bildungsarbeit  und programmatische Ausrichtung des Jugendkunsthauses sind künstlerische Forschungsprojekte mit Kindern und Jugendlichen zu Fragen der Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Transformationsprozesse unter den Beschleunigungen durch Zuzug und internationaler Öffnung.

Benjamin Menzel ist nach dem Studium an der School of Architecture Bremen 2006 nach Berlin gekommen um sich selbstbestimmt künstlerisch weiterzuentwickeln. Neben einem festen Job als Planer, Zeichner und Monteur bei Dopo Domani, besuchte er zwei Gastsemester die Bildhauereiklasse von Karsten Konrad (UdK). Im Rahmen des DMY Satelitprojekts hat er die ersten eigenen Möbelobjekte ausgestellt. Als Teil von Junge Pächter - Zwischennutzung für Jugendliche und junge Erwachsene – eröffnete er zusammen mit anderen Pächtern einen eigenen Projektraum, das Space Shuffle in Neukölln. Zwei Jahre lang wurden dort verschiedenste Veranstaltungen geplant und umgesetzt. Daraus resultierten eigene raumgreifende Ausstellungen und partizipative Aktionen, sowie Bühnenbilder Möbelskulpturen und Installationen für Drifting Underground, dem Fuchs und Elster Verein und innerhalb des JUNIPARK Jugend/Stadt/ Wohnen, eine Wohnwut-Kampangne der Schlesischen27.

Seit 2013 arbeitet er künstlerisch selbständig als freier Architekt, Grafikdesigner, Raumpraktiker und Bühnenbildner u.a. für die Schlesische27, raumlaborberlin und Alex Valder.