Do, 05. November 2015

Arjun Appadurai: Indian Popular Cinema in the Making of a Decolonized Modernity

Global Modernisms. Contiguities, Infrastructures and Aesthetic Practices

Das indische Kino, insbesondere in seiner populären Bollywood-Version gilt vielfach als minderwertiger Abklatsch von Hollywood, ein a-politisches Vehikel der Massenunterhaltung. Demgegenüber argumentiert der Ethnologe und Globalisierungsforscher Arjun Appadurai für eine Sicht auf dieses Kino als emanzipatorische ästhetische Form.

Das Bollywood-Kino, so Appadurai, ist eine der zentralen Quellen einer eigenständigen indischen Bildwelt der Moderne. Die Vorstellung von Familie, Stadt oder Nation sind durch Gesang, Dialog und Sprache Bollywoods weit stärker geprägt als durch Avantgarde-Kunst, Literatur oder Politik.

Der Vortrag ist Teil der Konferenz Global Modernisms: Contiguities, Infrastructures and Aesthetic Practices, die vom 5. bis 7. November 2015 am HKW stattfindet. Global Modernisms löst sich von der traditionellen Vorstellung einer modernen Avantgarde zwischen Paris, New York, Weimar oder Moskau hin zu einem transregionalen Konzept der Nachbarschaften verschiedenster globaler und lokaler Bezüge.

Die Tagung Global Modernisms ist die Jahreskonferenz 2015 des Forum Transregionale Studien und der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland und wurde im Rahmen des Forschungsprogramms Art Histories and Aesthetic Practices konzipiert.Die Tagung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Bundesministerium für Bildung und Forschung          Forum Transregionale Studien & Max Weber Stiftung