Sa, 10. Juni 2006

Brasiliens Kultur im XXI. Jahrhundert

Heloisa Buarque de Hollanda

Heloisa Buarque de Hollanda | Copyright: João Carlos Horta

Heloisa Buarque de Hollanda | Copyright: João Carlos Horta

Dass Brasilien eine „racial democracy“, ein offenes, integratives Land sei, hält die Kulturkritikerin und Journalistin Heloisa Buarque de Hollanda für den größten nationalen Mythos. Eine Realität der sozialen Ungleichheiten, des Rassismus und der Vorurteile werde damit verdeckt. Seit den späten 80er-Jahren aber – so ihre Beobachtung – sind neue Entwicklungen künstlerischer Produktion von den gesellschaftlichen Rändern her zu verzeichnen, die gerade aus der Debatte um ethnischen Themen und Klassenfragen neue Impulse für die Kultur Brasiliens geben.

Moderation: Dawid Danilo Bartelt (Brasilienhistoriker, Berlin)