Fr, 30. Juni 2006

Uakti

Konzert

Uakti | Copyright: Promo

Uakti | Copyright: Promo

Nach einem Mythos aus Amazonien war Uakti ein riesiges Wesen, mit einem Körper voller Öffnungen, durch die der Wind verführerische Töne blies. Frauen wurden hypnotisiert, Männer eifersüchtig. Wie die Legendengestalt erzeugt auch diese Band unglaubliche Klänge. Für ihre Magie verwenden die Musiker ungewöhnliche Instrumente aus ganz alltäglichen Materialien wie PVC-Röhren, Glas, Metall, Fels, Gummi, Kürbis oder auch Wasser. Damit haben Uakti schon Künstler wie Milton Nascimento, Paul Simon oder Manhattan Transfer zu Kooperationen „verführt“. Mit Uakti beginnt eine fantastische Reise durch eine Neue Welt.


Mit Uakti stellt die Konzertreihe eine weiterentwickelte Form der „Música Popular Brasileira“ vor, die per Definition die unterschiedlichsten Stile vereint.

Schon seit Mitte der 70er Jahre durchbricht dieses experimentelle Quartett aus Minas Gerais herkömmliche westliche Instrumentation und Notation. Uakti (sprich: wak-chi) spielen selbst konstruierte Instrumente aus für einzelne Kompositionen speziell zusammengestellten Röhren, Felssteinen, aus Metall, Glas, Gummi, Wasser; manche Konstruktionen dienen dem gemeinsamen vierhändigen Spiel. So hat ihr Name, der auf ein mythisches Gestalt aus dem Amazonas-Regenwald zurückgeht, einen sehr realen, die äußerst ungewöhnlichen Instrumente betonenden Sinn: Uakti war ein Wesen, dessen Körper mit Löchern durchzogen war, auf denen der Wind verführerische Klänge erzeugte. Als es getötet und begraben wurde, wuchsen an dieser Stelle Palmen, aus deren Holz Instrumente mit ebenso mythischen Eigenschaften hergestellt wurden.

Während also Uakti Gamelan, Minimalism, Jazz und Zufallsklänge mit brasilianischen Ursprüngen zu un-erhörten Kompositionen vereinen, trotzen sie den Marketingkategorien. Dabei arbeiten sie auch mit so unterschiedlichen. Künstlern wie Philipp Glass, Paul Simon, Milton Nascimento zusammen. Für Werke wie ihr Ballett „I Ching“ für die große brasilianische Tanzkompagnie „Grupo Corpo“ etwa entwickelten sie eine Partitur aus eigenen geometrischen Zeichen. Kompositionen wie „I Ching“ sind allerdings nicht nur eine musikalische, sondern auch spirituelle Suche: auf einer ihrer neuen CDs spielen sie denn auch eine „Trilogy for Krishna“. Uakti bezeichnen sich nicht als „Instrumentalisten“, sondern als „Instrumente für die Instrumente“, die „etwas sagen wollen“. Konsequent folgen sie den Prinzipien des improvisierenden Komponierens.

Uakti schaffen Neue brasilianische Musik.