Sa, 09. August 2014

Bonga

Bonga | © Rita Carmo

Bonga | © Rita Carmo

Seit er aus dem Exil nach Angola zurückgekehrt ist, begleiten seine Songs kritisch und zugleich wunderschön Angolas jüngere Geschichte, die geprägt ist von Unabhängigkeitskrieg, Neuanfang und Bürgerkrieg.

In heutigen Zeiten, in denen zunehmend die Portugiesen ihr Glück in der ehemaligen Kolonie Angola suchen, ist auch Bonga Kuenda nach Hause zurückgekehrt. Hinter ihm liegt eine lange Geschichte. Ursprünglich Leichtathlet, Spezialität 400-Meter-Strecke, legte sich der 1942 geborene Bonga mit dem kolonialen Salazar-Regime an. Schikanen und Exil in Europa folgten. Doch der ehemalige Mittelstreckenläufer, mittlerweile auf der Gesangskarriere unterwegs, erwies sich als durchhaltefähiger als die Kolonialherrschaft. In Rotterdam produzierte Bonga als erstes Album "Angola 72". Die Nachfolger "74" und "76" und noch zwei Dutzend weitere Alben begleiteten fortan kritisch und zugleich wunderschön Angolas jüngere Geschichte, die geprägt ist von Unabhängigkeitskrieg, Neuanfang und Bürgerkrieg. Die Narben, die dort nun heilen müssen, heilen auch zur Musik von Bonga.