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Fr, 30. Mai 2014

Indigenous Activism in the Americas: Andrea Tonacci’s film archive (Teil 1)

Maria Thereza Alves, Jimmie Durham, Ampam Karakras und Richard Hill

Still from Andrea Tonacci Archive | Photo © Andrea Tonacci

Still from Andrea Tonacci Archive | Photo © Andrea Tonacci

In den 1970er-Jahren reiste der in Brasilien lebende italienische Filmemacher Andrea Tonacci durch Nord-, Zentral- und Südamerika und interviewte die Anführer indigener Völker. Als zentrale Anliegen sprachen sie die Notwendigkeiten an, den indianischen Kampf in den USA zu politisieren, unter den internationalen indigenen Gemeinschaften eine strategische Einheit zu formen und bei den Vereinten Nationen vertreten zu sein.

Die Gespräche markieren ein akutes Moment in der Geschichte des indigenen, gegen die imperialistisch-kolonialen Mächte und Institutionen gerichteten Aktivismus in den Ländern Amerikas. Sie sind Dokumente sowohl spezifischer Kämpfe einzelner Gruppen als auch eines gemeinsamen Anliegens.
Für Jahrzehnte verschwanden diese Aufnahmen im Privatarchiv Tonaccis. In einer Live-Präsentation erschließen die Künstler Maria Thereza Alves und Jimmie Durham gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Richard Hill Teile dieses Archivs. Durham, als damaliger Delegierter des UN International Indian Treaty Council selbst einer der Interviewten, wird auf seine Aktivitäten als politischer Organisator eingehen. Der Aktivist Ampam Karakras, ebenfalls von Tonacci interviewt, wird über die gegenwärtige Situation der indigenen Bevölkerung in Ecuador sprechen. Was in Tonaccis Aufnahmen war zur Zeit ihrer Entstehung noch nicht sichtbar? Wie lassen sie sich aus der Vergangenheit heraus zum Sprechen bringen, um in der Gegenwart neue Energien zu entfalten?