Sa, 22. März 2014

Stranger than Fiktion: Every Reading Is Code Breaking

mit Dora García

Auf die Frage, welcher Leser sein idealer Leser sei, antwortete James Joyce: “ that ideal reader suffering from an ideal insomnia: all those red raddled obeli cayennepeppercast over the text, calling unnecessary attention to errors, omissions, repetitions and misalignments: (FW, 120.9-16)“. Lesen als Praxis, als gefährliche, subversive, kollektive, die Zeit aufhebende Unternehmung. Ein gemeinsames Lesen von Finnegans Wake.


Dora García, Künstlerin, Brüssel/ Barcelona, studierte Bildende Kunst in Salamanca und Amsterdam. Sie nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen für zeitgenössische Kunst teil, darunter an der dOCUMENTA (13) und der Venedig Biennale 2011 und 2013, wo sie ihr jüngstes und prominentestes Filmprojekt The Joycean Society über eine Zürcher James-Joyce-Lesegruppe präsentierte. García nutzt ihre Kunst und den Ausstellungsraum als Plattform um die Beziehung zwischen Beobachter, Werk und Ort zu untersuchen, oftmals mit performativen und interaktiven Elementen und einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Aspekt Sprache. Die Besucher ihrer Installationen werden so zu (un)bewussten Protagonisten ihrer Werke.