Sa, 22. März 2014

Rezipieren

mit Statements von Thomas Macho, Nils Röller, Einführung / Q&A: Mathias Gatza

Rezipieren – das Auf- und Wahrnehmen sowie Verarbeiten von Information und Sinn – ist ein Vorgang, der sich im digitalen Dispositiv mithilfe neuer Apparaturen, zusätzlichen Schalt- und Anschlussstellen, auch in anderen Taktungen vollzieht. Stehen die kollektiv eingeübten Kulturtechniken des Lesens- und Schreibens zur Disposition, wird das Medium des Textes als Informations- und Sinnträger neu formatiert? Wer schreibt, wie schreibt sich ein Text in den erweiterten Zeiträumen des Digitalen ein und weiter? Thomas Macho und Nils Röller beziehen und diskutieren kulturhistorische und medienphilosophische Positionen

Lesen, hören, träumen
Position von Prof. Dr. Thomas Macho (Kulturgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin)

Weiter Schreiben – Zeiterfahrung im Digitalen
Position von Nils Röller (Medien- und Kulturtheorie, Zürcher Hochschule der Künste)

Im Anschluss Q&A mit Mathias Gatza (Fiktion, Berlin)


Mathias Gatza, Autor, Lektor, Verleger, Projektleitung Fiktion, ist Autor, Lektor und Verleger. In Berlin lebend, gründete er 1990 den Gatza Verlag und leitete danach von 1995 bis 1998 das Imprint Gatza bei Eichborn. Danach war er Lektor im Berlin Verlag und bis 2003 Programmleiter der edition Suhrkamp. 2008 erschien sein Romandebüt „Schatten der Tiere“, 2012 sein zweiter Roman „Augentäuscher“. Gemeinsam mit Ingo Niermann und Henriette Gallus leitet er Fiktion e.V.

Prof. Dr. Nils Röller, Medien- und Kulturtheorie, ist Professor für Medien- und Kulturtheorie an der Zürcher Hochschule der Künste, wo er die Vertiefung Mediale Künste leitet. Nach dem Studium der Philosophie in Berlin war er Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln, wo er mit Siegfried Zielinski von 1995-1999 das Festival Digitale leitete. Er baute das Flusser-Archiv auf und war Mitherausgeber von Lab – Jahrbuch für Künste und Apparate. 2002 veröffentlichte er online den SMS-Roman SMS macht Liebe. Seit 2006 ist er Herausgeber des Journals für Kunst, Sex und Mathematik (gemeinsam mit Barbara Ellmerer und Yves Netzhammer). Röller arbeitet zum Verhältnis von Instrument, Medialität und Wirklichkeit.