Do., 09. Juni 2022 — So., 12. Juni 2022

Hijacking Memory

Der Holocaust und die Neue Rechte

Konferenz
Vorträge, Diskussionen, Performances, Screenings

9.–12.6.2022

Wer erinnert warum? Eine internationale Konferenz zur politischen Vereinnahmung des Holocaust-Gedenkens.

Das Gedenken an den Holocaust gilt seit vielen Jahren als wichtiges Mittel, um einem Wiedererstarken von exkludierendem Nationalismus und der Verfolgung von Minderheiten vorzubeugen. Die Erinnerung an den Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden wurde so zur Grundlage einer Politik universeller Menschenrechte. Jüngst ist jedoch eine neue Entwicklung zu beobachten: Gedenkphrasen werden von genau jenen Akteur*innen aufgesagt, die antidemokratische, xenophobe und oft antisemitische Politiken verfolgen. Dieser Prozess zeigte sich deutlich in den USA unter Donald Trump, doch ist er auch in Ungarn, Polen, Russland, Israel, Frankreich, Österreich und in Deutschland sichtbar. In welchem Verhältnis stehen die Ritualisierung des Holocaust-Gedenkens und der internationale Aufstieg der radikalen Rechten? Mit welchen unterschiedlichen Strategien versucht diese, das Gedenken zu kapern – und was lässt sich dem entgegensetzen?

Konzipiert von Emily Dische-Becker, Susan Neiman und Stefanie Schüler-Springorum

Mit Beiträgen von Gilbert Achcar, Omer Bartov, Peter Beinart, Hannah Black, Avraham Burg, Daniel Cohn-Bendit, Joseph Croitoru, David Feldman, Alexander Friedman, Konstanty Gebert, Sander L. Gilman, Samuel Goldman, Jane Gordon, Lewis R. Gordon, Jan Grabowski, Lutz Hachmeister, Tobi Haslett, Daniel Kahn, Volkhard Knigge, Nikolay Koposov, Hanno Loewy, Eva Menasse, Andrea Pető, Diana Pinto, Valentina Pisanty, Ben Ratskoff, Susanne Rohr, Eran Schaerf, Yasemin Shooman, Jelena Subotić, Hannah Tzuberi, Alexander Verkhovsky

Eine Veranstaltung von Haus der Kulturen der Welt, Einstein Forum und Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin