Internationaler Literaturpreis 2020

Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen
Bekanntgabe der Preisträger*innen am 4. Juni auf Deutschlandfunk Kultur

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

© Christian Werner (Los Angeles, 2019)

Zu welchen Formen findet zeitgenössisches Erzählen? Dieser Frage widmet sich der Internationale Literaturpreis zum zwölften Mal. Dies zu einer Zeit, in der auf globale Unübersichtlichkeit nicht selten mit einem Rückzug auf nationale Egoismen und Narrative des Ausschlusses reagiert wird. Die Corona-Pandemie hat diese Tendenzen nur noch verstärkt. Dabei sind auch Literatur und Kunst zu Austragungsorten politischer und gesellschaftlicher Konflikte geworden. Umso wichtiger scheint es, die vermittelnde Kraft internationaler Gegenwartsliteratur und ihrer Übersetzung ins Zentrum zu rücken.

Das Coronavirus lässt das öffentliche Leben stillstehen und schafft weltweit eine neuartige Situation, mit der auch der Internationale Literaturpreis einen sinnvollen Umgang finden will. Das HKW, die Stiftung Elementarteilchen und die Jury haben sich daher entschieden, im Ausnahmejahr 2020 nicht ein einzelnes Buch auszuzeichnen, sondern alle sechs Titel der Shortlist gleichermaßen. Statt zwei Preisträger*innen wird es also zwölf Gewinner*innen geben: die sechs Autor*innen und sechs Übersetzer*innen der Shortlist. Der Preis würdigt in dieser für viele Kulturschaffende prekären Situation somit nicht ein einzelnes Werk, sondern die Arbeit und Stimmen vieler.

Das Preisgeld wird unter den sechs Autor*innen und sechs Übersetzer*innen gleich aufgeteilt. Am 4. Juni um 10.05h werden die Preisträger*innen in der Sendung Lesart auf Deutschlandfunk Kultur live bekanntgegeben und vorgestellt.

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