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Das Verschwinden der Musik


Mai–Dezember 2020

Mark Dorf | untitled28, aus der Serie PATH, 2012

Mark Dorf | untitled28, aus der Serie PATH, 2012

 
 

Ist Musik ohne Musiker*innen, Instrumente und Tonträger denkbar? „Klassische“ Instrumente verlieren immer mehr an Bedeutung, mit leicht zugänglichen Programmen lassen sich heute selbst auf dem Smartphone professionelle Tracks produzieren, Software-Tools wie Autotune gewinnen an Normalität. Wie verändert dies die Musik, wie das Live-Erlebnis? Und wie gehen Musiker*innen mit dem tatsächlichen Verschwinden von Konzerten in der aktuellen Pandemie um?

Universell verfügbare, leicht zu bedienende Musik-Tools bringen einen neuen Typus Musiker*in hervor: Jede*r kann Musik produzieren, ohne musikalische Grundkenntnisse. Insbesondere in der elektronischen Musik gehen Künstler*innen neue Wege bei der Aufführung. Auch das physische Objekt Tonträger wird zur Reminiszenz – Dateien entwickeln keine Patina. Was macht diese Neuordnung mit dem Charakter von Musik? Welche neuen Formen von Live-Konzerten entstehen? Diese Fragen umkreist das diskursive digitale Musikfestival Das Verschwinden der Musik.

Der Festivaltitel bekommt in der derzeitigen Situation der Sars-CoV-2-Pandemie eine zusätzliche Schärfe: Musik ist tatsächlich aus dem öffentlichen Leben verschwunden; Konzerte sind nur als Livestreams oder ggf. unter strengen Schutzvorkehrungen möglich. Im Vorfeld des Festivals zeigt eine Videoserie ab Mai 2020, wie Musiker*innen die momentanen Einschränkungen produktiv nutzen: Sie produzieren digital ein neues Musikstück und dokumentieren den Prozess per DIY-Video.

Digitales Festival mit Konzerten von s t a r g a z e, Andi Toma & Jan St. Werner (Mouse on Mars), Olivia Block, DeForrest Brown Jr., Forbes Graham, Bonnie Jones, George Lewis, Adi Gelbart & KNM; Vorträgen und Installtionen von Holly Herndon & Mat Dryhurst, Agnès Gayraud, Interspecifics u.v.a.

Videoserie mit Beiträgen von Lucrecia Dalt, Barbara Morgenstern, Matias Aguayo, Lamin Fofana, Tellavision, Eblis Álvarez (Meridian Brothers) u.v.a.

Videoserie und Festival kuratiert von Zuri Maria Daiß und Detlef Diederichsen

Im Rahmen von Das Neue Alphabet

Aufgrund der aktuellen Situation werden die Konzerte, Talks und Performances in Form einer digitalen Serie gesendet. Den Anfang macht ein Livepodcast mit Holly Herndon & Mat Dryhurst und ein Konzert-Livestream mit Jan St. Werner & Andi Toma (Mouse on Mars) u.a. Weitere Termine werden in Kürze bekannt gegeben.

Bereits gekaufte Tickets für den Besuch der Veranstaltungen vor Ort werden zurückgenommen und erstattet. Ticketinhaber*innen werden proaktiv durch unser Ticketoffice (ticketinfo@berlinerfestspiele.de) per E-Mail kontaktiert.

Videoserie
Bis Herbst 2020

Livestreams, Konzertvideos, Talks
November & Dezember 2020

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Digitales Festival


Konzert mit Jan St. Werner, Andi Toma (Mouse on Mars), Olivia Block, DeForrest Brown Jr., Forbes Graham, Bonnie Jones: Escape from America | Das Verschwinden der Musik


Holly Herndon, Mat Dryhurst & Frances Stonor Saunders: Interdependence | Das Verschwinden der Musik

Videoserie



Gebrüder Teichmann: On the Drip


Musik & Video: Gebrüder Teichmann, Noland 2020


Substance (Cristian Vogel Remix), Arno Vancolen (EPM Music)




Perera Elsewhere: Hudu Homage




Kate NV: Untitled


Video: Kate NV und Pavel Kling


Jay Glass Dubs: #2 Song In Heaven (For Raissa)


Written, produced and recorded by Dimitris Papadatos, video by Panagiotis Mina
Love and thanks to Raissa Angeli


Gabber Modus Operandi: CELEPUK GENTAYANGAN (Haunted Owl)


Video & Musik: Gabber Modus Operandi


DJ Raph: Deep State


Video: Victor Mutali


Eli Gras: Capillarity


Gefilmt von Eli Gras & Mar Morey


Astronauta Pinguim: The most beautiful card in the deck


Video and liquid wall projections by Ramiro Pissetti


Interspecifics: Untitled Data Composition


Aufgenommen im Laboratorio Sensorial, Guadalajara, Mexiko von Juan Villalobos (Sound) und Diego Gonzalez (Kamera)


Rey Sapienz & MC Dogis Mechant: Tati Wata


Kamera: Chrisman


Don Zilla & MC Ecko Bazz: Wagulu


Kamera: Chrisman


Natalie Beridze: Holes




Ale Hop: The Very Little Band




Lamin Fofana: Note on Planetary Living




Lucrecia Dalt: Cosa


Kamera und Interview: Chris Shields


Matias Aguayo: New in the Forest




SOTE: Synthetic Wood


feat. Mazda Damadi (Tombak) und Arash Bolouri (Video)


Guido Möbius: Zwiefacher


feat. Andrea Belfi (Hi-Hat) und Bettina Weber (Violine)
Video: Anna Shirin


Tellavision: Love from a Distance


Video & Musik: Tellavision


Barbara Morgenstern: Der Witz


Mit Dank an die Evangelische Kirchengemeinde Potzlow-Lindenhagen


Meridian Brothers: Bucles y operadores en gran confrontación (presentando al Aparato del progreso)


Aparato del progreso built by Eblis Álvarez and Mateo Rivano
Camera: Bibiana Rojas