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Das Verschwinden der Musik


Mai–November 2020

Mark Dorf | untitled28, aus der Serie PATH, 2012

Mark Dorf | untitled28, aus der Serie PATH, 2012

Ist Musik ohne Musiker*innen, Instrumente und Tonträger denkbar? „Klassische“ Instrumente verlieren immer mehr an Bedeutung, mit leicht zugänglichen Programmen lassen sich heute selbst auf dem Smartphone professionelle Tracks produzieren, Software-Tools wie Autotune gewinnen an Normalität. Wie verändert dies die Musik, wie das Live-Erlebnis? Und wie gehen Musiker*innen mit dem tatsächlichen Verschwinden von Konzerten in der aktuellen Pandemie um?

Universell verfügbare, leicht zu bedienende Musik-Tools bringen einen neuen Typus Musiker*in hervor: Jede*r kann Musik produzieren, ohne musikalische Grundkenntnisse. Insbesondere in der elektronischen Musik gehen Künstler*innen neue Wege bei der Aufführung. Auch das physische Objekt Tonträger wird zur Reminiszenz – Dateien entwickeln keine Patina. Was macht diese Neuordnung mit dem Charakter von Musik? Welche neuen Formen von Live-Konzerten entstehen? Diese Fragen umkreist das diskursive Musikfestival Das Verschwinden der Musik im November 2020.

Der Festivaltitel bekommt in der derzeitigen Situation der Sars-CoV-2-Pandemie eine zusätzliche Schärfe: Musik ist tatsächlich aus dem öffentlichen Leben verschwunden; Konzerte sind nur als Livestreams oder ggf. unter strengen Schutzvorkehrungen möglich. Im Vorfeld des Festivals zeigt eine Videoserie ab Mai 2020, wie Musiker*innen die momentanen Einschränkungen produktiv nutzen: Sie produzieren digital ein neues Musikstück und dokumentieren den Prozess per DIY-Video. Jede Woche erscheint ein neues Making Of. So kann das Publikum den Entstehungsprozess miterleben – also das, was bei digital produzierter Musik sonst nicht möglich ist, da sie meist in mehreren Schichten über einen längeren Zeitraum entsteht.

Festival mit Konzerten von s t a r g a z e, Andi Toma & Jan St. Werner (Mouse on Mars), Olivia Block, DeForrest Brown Jr., Forbes Graham, Bonnie Jones, George Lewis, Adi Gelbart & KNM; Vorträgen und Installtionen von Holly Herndon & Mat Dryhurst, Agnès Gayraud, Interspecifics u.v.a.

Videoserie mit Beiträgen von Lucrecia Dalt, Barbara Morgenstern, Matias Aguayo, Lamin Fofana, Tellavision, Eblis Álvarez (Meridian Brothers) u.v.a.

Videoserie und Festival kuratiert von Zuri Maria Daiß und Detlef Diederichsen

Im Rahmen von Das Neue Alphabet

Videoserie
Bis Herbst 2020

Konzerte, Talks und mehr
13.–15.11.2020

Konzerte: 13€/10€
Tickets

Talks, Filme, Installationen: Eintritt frei

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