Bildungsschock

Lernen, Politik und Architektur in den 1960er und 1970er Jahren
So, 13. September 2020 — Mo, 04. Januar 2021

Erschienen in Architectural Forum, Dezember 1971 | Foto: Leon Kunstenaar

Erschienen in Architectural Forum, Dezember 1971 | Foto: Leon Kunstenaar

1957 brachte die Sowjetunion einen Satelliten in die Erdumlaufbahn und gewann so die erste Etappe im „Wettlauf ins All“. Der Westen reagierte auf den „Sputnik-Schock“ mit einer nie dagewesenen Bildungsoffensive, die bald die gesellschaftliche Debatte beherrschte.

Bildungsschock blickt auf die Jahrzehnte nach dem Sputnik-Schock, in denen Bildung im globalen Maßstab expandierte. Ausstellung und Publikation zeigen, wie die Räume des Lernens unter dem Druck demografischer und technologischer Entwicklungen, des Kalten Krieges und der 1968er-Bewegungen permanent neu gedacht und geplant wurde. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Architekt*innen untersucht Kurator Tom Holert eine Epoche der Experimente und schlägt vor, sie als Archiv und Ressource aktueller Debatten zu entdecken.

Begleitend zur Ausstellung geht das Projekt Bildung in Beton an acht Berliner Schulen. Schüler*innen setzen sich hier gemeinsam mit Künstler*innen mit ihren Schulgebäuden aus den 1960er und 1970er Jahren auseinander und spekulieren über die Lernumgebungen der Zukunft.

Ausstellung mit Beiträgen von BARarchitekten, Elke Beyer, Sabine Bitter/Helmut Weber, Evan Calder Williams, Filipa César/Sónia Vaz Borges, Inga Danysz, Christopher Falbe, Dina Dorothea Falbe, Gregor Harbusch, Claudia Hummel, Ana Hušman/Dubravka Sekulić, Jürgen Jaehnert, Jakob Jakobsen, Ana Paula Koury/Maria Helena da Costa, Silke Schatz, Street College, Alexander Stumm, Oliver Sukrow, Ola Uduku, Clemens von Wedemeyer, Florian Zeyfang/Alexander Schmoeger/Lisa Schmidt-Colinet, Francesco Zuddas

Kuratiert von Tom Holert

Im Rahmen von Das Neue Alphabet

Ausstellung, Schulprojekt, Publikation

Eröffnung Sa 12.09.2020, 19h

Öffnungszeiten:
13.09.2020–04.01.2021
täglich außer Di
12–19h, Do 12–22h

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