Kurator*innen

Anselm Franke lebt als Kurator und Autor in Berlin. Er ist Leiter des Bereichs Bildende Kunst und Film am Haus der Kulturen der Welt, wo er u. a. Das Anthropozän-Projekt (2013-2014) und die Ausstellungen Forensis (2014), Ape Culture (2015) und Nervöse Systeme (2016) ko-kuratierte. 2012 war er Kurator der Taipeh-Biennale. Frankes Ausstellungsprojekt Animismus wurde zwischen 2010 und 2014 in Antwerpen, Bern, Wien, Berlin, New York, Shenzhen, Seoul und Beirut präsentiert. Zuvor war Franke Kurator im KW Berlin und Direktor der Extra City Kunsthal, Antwerpen. Seinen Doktor erhielt er vom Goldsmiths College London.

Nida Ghouse ist Schriftstellerin und Kuratorin. Ihr literarisches Langzeitprojekt „Lotus Notes“ erschien mehrfach in der Online-Zeitung Mada Masr (Kairo, 2014), in After Year Zero (2015), im MIT Press journal ARTMargins (2016), sowie in den Critical Writing Ensembles (2016). Neben Parapolitik kuratiert sie aktuell The Matrix of All Possible Narratives (mit Anselm Franke und Erhard Schüttpelz, 2020 im HKW). Von 2015 bis Anfang 2017 war Nida Ghouse Kuratorin des Mumbai Art Room.

Paz Guevara ist Kuratorin, Wissenschaftlerin und Autorin in Berlin. Aktuell arbeitet sie am Langzeitprojekt Kanon-Fragen des HKW. Aus ihrer Forschung zum Engagement lateinamerikanischer Künstler und Museen für die Solidaritätsbewegung lieferte sie Beiträge zum HKW-Programm Past Disquiet. Paz Guevara ko-kuratierte außerdem unter anderem In Other Words: The Black Market of Translations—Negotiating Contemporary Cultures an der NGBK (Berlin, 2012); den Lateinamerika-Pavillon der 55. und 54. Biennale von Venedig (2011 und 2013) sowie Comunidad Ficticia in Matucana 100 (Santiago, Chile, 2009). Für die 7. Berlin Biennale entwickelte sie 2012 den Workshop für junge Kuratoren Curating in Times of Need.

Antonia Majaca ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Autorin in Berlin und als Forschungsleiterin am IZK Institut für zeitgenössische Kunst an der TU Graz tätig. Neben ihrer Lehrtätigkeit publiziert sie umfänglich zu zeitgenössischer Kunst und Kunstgeschichte. Zusammen mit Angela Dimitrakaki und Sanja Iveković initiierte sie die aurale Intervention Art of The Possible: Towards the International Antifascist Feminist Front und ko-kuratierte das diskursive Programm Women's Work in Revolt für die Documenta 14 in Athen (2017). In jüngerer Zeit kuratierte sie die Konferenzen Knowledge Forms and Forming Knowledge - Limits and Horizons of Transdisciplinary Art-Based Research in der Halle für Kunst & Medien, Graz sowie die Memorial For(u)ms – Histories of Possibility für DAAD und HAU - Hebbel am Ufer. Zu ihren früheren Arbeiten zählen zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen des 2009 zusammen mit Ivana Bago gegründeten Delve – Institute for Duration, Location and Variables.