Die letzten Tage des Comandante


Alberto Barrera Tyszka | Matthias Strobel

„Es war eine perfekte Struktur, weil es eine freudige und freiwillige Unterwerfungsübung war. Fragen gab es keine, nur Begeisterung. Und jede Menge Glaube. Blinde Ergebenheit. Chávez forever.“

Die letzten Tage des Comandante

Die letzten Tage des Comandante

Jurykommentar

In einem subversiv-schrillen Meisterstück schreibt der venezolanische Schriftsteller Alberto Barrera Tyszka das lateinamerikanische Genre des Diktatoren-Romans fort: Was ist das Wesen demagogischer und autoritär-charismatischer Herrschaft und welche politische und moralische Leere hinterlässt sie? Die Bewohner eines Hauses in Caracas werden charismatisierte Mit-Akteure der letzten Wochen des Comandante Hugo Chávez. Egal ob Gläubige, Skeptiker, Zyniker oder bislang Unbeteiligte – in ihren Alltag hat sich Chávez als omnipräsentes Thema eingefressen. Einfache Polarisierungen funktionieren nicht. Matthias Strobel lässt die Tonlagen dieses psychologisch nuancierten und multiperspektivischen Romans in einer gekonnt aufgerauten und ebenso nuancierten Sprache klingen. — Marko Martin

Alberto Barrera Tyszka | Foto: Cristina Marcano

Alberto Barrera Tyszka | Foto: Cristina Marcano

Autor: Alberto Barrera Tyszka

Alberto Barrera Tyszka, geboren 1960 in Caracas, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist. Er studierte Literatur an der Universidad Central de Venezuela, wo er seither auch lehrt. Zusammen mit Cristina Marcano publizierte er 2005 eine Biografie von Hugo Chàvez (Hugo Chàvez sin uniforme. Una historia personal). 2006 wurde Barrera Tyszka mit dem Premio Herralde de Novela für La enfermedad ausgezeichnet, für Patria o muerte (Die letzten Tage des Comandante) erhielt er 2015 den Premio Tusquets de Novela.

Zuletzt erschienen:

  • Die letzten Tage des Comandante, Nagel & Kimche 2016

Matthias Strobel | Foto: Laura Rodríguez

Matthias Strobel | Foto: Laura Rodríguez

Übersetzer: Matthias Strobel

Matthias Strobel, 1967 in Gernsbach geboren, hat in Tübingen, Hamburg und Madrid Neuere deutsche Literatur und Spanisch studiert und lebt heute in Berlin. Er arbeitet als Übersetzer und Rolfer, eine Methode der manuellen Körperarbeit. Matthias Strobel übersetzte unter anderem Werke des peruanischen Schriftstellers Alfredo Bryce Echenique, des argentinischen Autors Federico Axat und des mexikanischen Drehbuchschreibers und Autors Guillermo Arriaga. 2014 erhielt er den europäischen Übersetzerpreis Offenburg