Biografien

Im Rahmen von "20 Jahre Demokratie in Südafrika" sind zu sehen:

Carole Bloch ist Leiterin von PRAESA, einer Nichtregierungsorganisation für multilinguale Bildung, angeschlossen an die University of Cape Town. PRAESA untersucht und entwickelt alternative Bildungswege im Bereich Sprache und Alphabetisierung in Südafrika und unterstützt die nationale Lesekampagne „Nal’ibali“ in der Einrichtung von Leseclubs, die unter Erwachsenen und Kindern die Freude am Lesen und Erzählen fördern und aufrechterhalten sollen. Zudem ist Bloch die Gründerin von der Initiative „Little Hands Trust“ zur Förderung von multilingualer Kinderliteratur in Afrika.

Rehad Desai ist Produzent und preisgekrönter Regisseur zahlreicher Dokumentarfilme. Er studierte Geschichte und Sozialgeschichte an der University of Zimbabwe und der University of the Witwatersrand. Sein Dokumentarfilm „Born Into Struggle“ (2004) war auf internationalen Filmfestivals vertreten und wurde u. a. mit dem Publikumspreis für den besten südafrikanischen Dokumentarfilm des Encounters Documentary Film Festival in Kapstadt prämiert. Auch „Miners Shot Down“, seine neueste Produktion, hat bereits einige Auszeichnungen erhalten, u.a. als Bester Film beim One World Film Festival in Prag. Als Eröffnungsfilm oder im regulären Programm ist er auf verschiedenen Festivals rund um den Globus vertreten und hat darüber hinaus internationale Unterstützung für die Marikana Justice Campaign ausgelöst.

Jihan El-Tahri ist eine ägyptisch-französische Produzentin und preisgekrönte Dokumentarfilmmacherin. Ihre Karriere begann sie als Journalistin, von 1984 bis 1990 war sie als Korrespondentin für u. a. Reuters, Washington Post und die Sunday Times tätig. 2005 wurde sie mit „The House of Saud“ für einen Emmy nominiert. In „Behind the Rainbow“ (2008) untersucht sie die Entwicklung des ANC nach der Apartheid in Südafrika. Jihan El-Tahri verfasste zwei Bücher, „The Nine Lives of Yasser Arafat“ und „Israel and the Arabs: the 50 Years War“.

Nomboniso Gasa ist politische Analystin, öffentliche Rednerin zu Gender-, Politik- und Kulturfragen sowie Senior Research Associate am Centre for Law and Society an der Juristischen Fakultät der Universität von Kapstadt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Schnittfläche von Land, lebendiger Tradition, der Konstruktion von Identitäten und traditioneller politischer Führung. In den 1990er Jahren war sie als Geschäftsführerin in der Kommission zur Emanzipation der Frau des ANC für Politikentwicklung zuständig. Sie war stark an den entscheidenden Beiträgen des ANC bei den Verhandlungen für eine neue Verfassung involviert und hat sich dabei vor allem auf die Gleichberechtigung der Geschlechter konzentriert. Gasa leitete das International Institute for Democracy and Electoral Assistance (I-IDEA) in Nigeria, dabei entwickelte und leitete sie ein riesiges Forschungsprogramm mit Wissenschaftlern aus Nigeria und der ganzen Welt. Dies gipfelte in einem von I-DEA herausgegebenen Buch, „Democracy in Nigeria: Continuing Dialogue(s) for Nation Building“, sowie etlichen Politikgesprächen mit unterschiedlichen Akteuren aus Politik und Wissenschaft, führenden Geistlichen diverser Religionen sowie Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft. Diese Publikation gilt bei vielen Nigerianern, in der Wissenschaft und unter Analysten als ein Schlüsselwerk zu vielen aktuellen Themen in Nigeria. Zu ihren weiteren Publikationen gehört unter anderem „Women in South African History“ (2007, HSRC Press). Als Kunstkritikerin hat sie Essays in Katalogen und auch in der Presse veröffentlicht. Seit ihrer Teenagerzeit ist Gasa politische Aktivistin; erstmals war sie mit 14 Jahren in der damaligen Transkei ohne Prozess inhaftiert und wurde gefoltert.

Pumla Dineo Gqola ist Dozentin für afrikanische Literaturwissenschaften und Gender Studies an der University of Witwatersrand. Ihre Forschungsthemen sind u.a. Gedächtnis der Sklaverei, Postkolonialismus, gendered Blackness, öffentliche Kultur in der Post-Apartheid und afrikanischer Feminismus. Sie erhielt MA Abschlüsse an der University of Cape Town und an der University of Warwick sowie einen DPhil an der Ludwig-Maxmilians-Universität München. Zu ihren Publikationen zählen „What is slavery to me? Postcolonial/Slave memory in post-apartheid South Africa“ (Wits Press, 2010) und “A renegade called Simphiwe” (MFBooks Joburg/Jacana, 2013).

Christian Kesten – Vokalist und Performer, Komponist und Regisseur – entwickelte ein Repertoire an erweiterten Vokaltechniken, die das Geräusch und die feine Nuancierung von Klangfarben in den Vordergrund stellen. Seine Arbeit erforscht die Verbindungen von Stimme und Aktion, Musik und Sprache, Musik und Bildender Kunst, die Durchdringung von Klang und Raum.
Als Interpret Neuer Vokalmusik und Neuen Musiktheaters mit zahlreichen Uraufführungen und internationaler Konzerttätigkeit arbeitete er mit Alessandro Bosetti, Lucio Capece, Jacques Demierre, Radu Malfatti, Chico Mello, Makiko Nishikaze, Josef Anton Riedl, Klaus Schedl, Iris ter Schiphorst, Dieter Schnebel, dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Ensemble Modern, Apartment House London u.v.a. zusammen. Er ist Mitglied des Ensembles Maulwerker. Kesten erhielt diverse Stipendien, Kompositionsaufträge und Förderungen, z.B. Villa Aurora Los Angeles 2007. Gastvorträge, -seminare, Lehraufträge in Berlin, Europa, Israel, USA, Kanada. [christiankesten.de]

Ben Khumalo-Seegelken ist Theologe und Hochschullehrer für Bildungs- und Sozialwissenschaften sowie Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Oldenburg. Nach seinem Studium in Südafrika musste er 1975 im Widerstand gegen die Apartheid das Land verlassen. Von 1985 bis 1986 war er Lehrbeauftragter für Systematische und Ökumenische Theologie an der Universität Wien, anschließend war er bis 1994 als Evangelischer Pfarrer im Rheinland tätig. 2004/2005 leitete er das Integrationszentrum für lesbische Migrantinnen und schwule Migranten und organisierte 2005/2006 die Veranstaltungsreihe „Berliner Tage des interkulturellen Dialogs“.

Antjie Krog ist Lyrikerin, Schriftstellerin, Journalistin und Professorin an der University of the Western. Sie veröffentlichte zwölf Lyrikbände und drei Sachbücher: „Country of my Skull“ (1998) über die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC), über die sie als Radiojournalistin berichtete, und „A Change of Tongue“ (2004) über den Transformationsprozess Südafrikas nach zehn Jahren wurden 2004 von LIASA, dem Verband südafrikanischer Bibliothekare, zu zwei der zehn wichtigsten Bücher des demokratischen Südafrikas erklärt. Ihr drittes Buch „Begging to be Black“ (2009) handelt vom Umgang mit dem Leben innerhalb einer `schwarzen´ Mehrheit. Darüber hinaus übersetzte Krog Nelson Mandelas Autobiografie „Long Walk to Freedom“ ins Afrikaans. Sie wurde mit allen renommierten südafrikanischen Preisen für Sachliteratur, Übersetzung und Lyrik in Afrikaans und Englisch ausgezeichnet und gewann den Stockholm Award der Hiroshima Foundation for Peace and Culture im Jahr 2000 sowie den Preis der Open Society der Central European University (frühere Gewinner waren Jürgen Habermas und Vaclav Havel).

Xolela Mangcu ist Lehrbeauftragter für Soziologie an der Universität Kapstadt und Oppenheimer Fellow am Hutchins Center for African and African American Research der Universität Harvard. Er ist Autor und Ko-Autor von sieben Veröffentlichungen, u. a. „Biko: A Biography“ (Tafelberg, 2012) und war zuvor Kolumnist für u. a. Business Day, the Weekender sowie die Sunday Independent in Südafrika und Kommentator für CNN, BBC und Al-Jazeera. Mangcu war Stipendiat der Brookings Institution der Universität Harvard, des Massachusetts Institute of Technology und der Rockefeller Foundation. Seinen Ph. D. erhielt er in Stadt- und Regionalplanung an der Universität Cornell, an der Wits University erhielt er seinen MSc in Entwicklungsplanung und seinen BA in Soziologie. Die südafrikanische Sunday Times nannte ihn „den wahrscheinlich vielversprechendsten öffentlichen intellektuellen in Südafrika“.

Pia Marais ist preisgekrönte Regisseurin und Drehbuchautorin. Aufgewachsen in Südafrika, Schweden und Spanien, studierte sie zunächst Fotografie und Bildhauerei an der Chelsea School of Art in London, der Rietveld Akademie in Amsterdam und der Düsseldorfer Kunstakademie. Anschließend absolvierte sie ihr Filmstudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin (dffb). Ihr Spielfilmdebüt gab sie 2007 mit „Die Unerzogenen“. 2010 hatte ihr zweiter Film „Im Alter von Ellen“ Premiere auf dem Locarno Film Festival. Mit „Layla Fourie“ war sie 2013 im Wettbewerb der Berlinale vertreten und bekam eine lobende Erwähnung der Jury.

Hugh Masekela gilt als einer der wichtigsten Jazzmusiker aus Südafrika. Zu seinen größten Erfolgen zählen „Grazing in the Grass“ (1968) und der Song „Bring Him Back Home“ (1987), der zur Hymne der Freilassung Nelson Mandelas wurde. Masekela begann 1954 auf Vermittlung des britischen Geistlichen und Anti-Apartheid-Aktivisten Trevor Huddleston an Trompete zu spielen. 1961 ging er ins Exil nach London, dann in die USA; später lebte er in verschiedenen afrikanischen Ländern. Ab 1973 u. a. mit Fela Kuti und der Band Hedzoleh Soundz aktiv, kehrte er nach Ende des Apartheidregimes in seine Heimat zurück. Seit 2007 ist er Vorstandsmitglied der Woyome Foundation for Africa.

Khalo Matabane ist preisgekrönter Filmemacher, Autor und Produzent. Die Doku-Fiktion „Conversations on a Sunday Afternoon“, die die Lage von Flüchtlingen in Südafrika erkundet, war Teil des offiziellen Programms auf dem Toronto Film Festival und gewann den Preis der ökumenischen Jury auf der Berlinale 2006. Sein erster Spielfilm „State of Violence“ (2010) fand regen Zuspruch unter Kritikern auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. von Toronto und Berlin. 2013 erschien sein neuer Film „Nelson Mandela: The Myth and Me“, ein Dokumentarfilm über die Kontroversen um Mandelas Politik der Versöhnung.

Birgit Morgenrath, Autorin und Journalistin, ist u.a. für Hörfunkanstalten der ARD tätig. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politischen Wissenschaft sowie ihrer Journalistenausbildung arbeitete sie zunächst Mitte der 1980e Jahre als Redakteurin, Reporterin und Moderatorin für den WDR. Danach war Birgit Morgenrath bis 2011 Mitglied im Kollektiv des Rheinischen JournalistInnenbüros Köln. Ihre Schwerpunktthemen sind u. a. Geschichte, Wirtschaft und Umwelt in Südafrika und in der Region des südlichen Afrika sowie afrikanische Literatur. Sie ist Ko-Autorin des Buches Deutsches „Kapital am Kap – Kollaboration mit dem Apartheidregime“, Hamburg 2003, sowie Übersetzerin und Bearbeiterin der Autobiografie von Denis Goldberg: "Der Auftrag. Ein Leben für die Freiheit in Südafrika", Hamburg 2010.

Njabulo S Ndebele ist Schriftsteller, Essayist, Publizist und eine Schlüsselfigur des südafrikanischen Hochschulwesens. Seit 2013 ist er Vorsitzender der Mandela Rhodes Foundation und der Nelson Mandela Foundation, 2012 wurde er ins Amt des Kanzlers der Universität von Johannesburg berufen. Als Publizist ist er bekannt für seine Essays über südafrikanische Literatur und Kultur sowie seine präzisen Interventionen zu politischen Fragen. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören die Essaysammlung „Rediscovery of the Ordinary“ (COSAW, 1991), der mit dem Noma Award prämierte Erzählband „Fools and Other Stories“ (Ravan Press , 1984), der Roman „The Cry of Winnie Mandela“ (Ayebia Clarke, 2004) und die Essaysammlung „Fine Lines from the Box“ (Umuzi, 2007).

Nozinja (Shangaan Electro) ist Musikproduzent und Entertainer. Aufgewachsen in der ländlichen Provinz Limpopo, Heimat der Shangaan-Kultur, zog es ihn später nach Soweto, wo er zunächst eine Repartaurwerkstatt für Mobiltelefone in einem Township eröffnete. Nachdem Nozinja in Soweto auf eine große und begeisterte Shangaan-Tanzszene traf, begann er 2004 seinen Shangaan Electro zu entwickeln – traditionelle Tanz- und Musikstile vermischt mit zeitgenössischen Musikgenres wie Kwaito und House. Das Ergebnis ist ein ganz eigener afrofuturistischer Electro-Dance, der bald weltweite Bekanntheit erlangte.

Dumisa Buhle Ntsebeza war 1995 Mitglied der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Sein Jurastudium absolvierte er, während er wegen politischem Aktivismus Mitte der 1970er und Anfang der 1980er Jahre inhaftiert war. Ntsebeza war verschiedentlich für kürzere Perioden amtierender Richter am High Court of South Africa sowie am Arbeitsgericht. Einige seiner Urteile wurden ausführlich in juristischen Zeitschriften wie dem „South African Law Journal“ besprochen. 2004 wurde er vom damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan in die Internationale Untersuchungskommission zu Verstößen gegen die Menschenrechte in Dafur, Sudan, berufen. 2005 wurde Ntsebeza der erste afrikanische Senior Counsel in der Geschichte der Cape Bar, einer Gesellschaft von am High Court of South Africa zugelassenen Anwältinnen und Anwälten. Immer wieder nimmt er führende Positionen im Rechtssystem Südafrikas ein. So ist er Gründungsmitglied und Präsident der National Association of Democratic Lawyers sowie vormaliger Präsident und jetziger Vizepräsident der Black Lawyers Association. Zurzeit ist er zudem Vorsitzender der Advocates for Transformation. Neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Firmen Barloworld und Equillore Limited sowie des Desmond Tutu Peace Trusts und weitere Organisation praktiziert er weiterhin als Anwalt und betreibt seine Kanzlei in Sandton, Johannesburg, als Mitglied der Victoria Mxenge Group of Advocates.

Bernd Pickert ist seit 1994 Redakteur im Auslandsressort bei taz.die tageszeitung. Seine Themenschwerpunkte sind Menschenrechte, die USA und Lateinamerika. Von 2000 bis 2012 war er Mitglied im Vorstand der taz-Genossenschaft und engagiert sich seit ein paar Jahren in der Jury des taz-Panterpreises.

Mzukisi Qobo unterrichtet Internationale Politische Ökonomie an der Universität von Pretoria und ist stellvertretender Leiter des Centre for the Study of Governance Innovation (GovInn) derselben Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Rolle aufkommender Mächte innerhalb der Global Governance sowie die politische Ökonomie Afrikas. Als leitender Direktor im südafrikanischen Handelsministerium war er für die Entwicklung der Handelspolitik des Landes verantwortlich. Darüber hinaus leitete er den Bereich Emerging Powers and Global Challenge am South African Institute of International Affairs (SAIIA). Er ist Co-Autor des Buches “The Fall of the ANC: What Next?” und erhielt seinen PhD an der Universität Warwick, Vereinigtes Königreich.

Jule Reimer arbeitet als Redakteurin im Ressort Wirtschaft und Gesellschaft des Deutschlandfunks. Sie hat als freie Journalistin und als ARD-Hörfunkkorrespondentin aus Brasilien, dem südlichen Afrika (insbesondere Südafrika, Angola und Mosambik) und den Balkankriegen berichtet. Jule Reimer erhielt ihr Diplom in Volkswirtschaft an der Universität Köln, wo sie auch Portugiesisch im Nebenfach studierte. Ihre journalistische Ausbildung hat sie an der Kölner Journalistenschule und als Hörfunkvolontariat bei der Deutschen Welle absolviert.

Storm Janse Van Rensburg ist unabhängiger Kurator für zeitgenössische Kunst und Autor. 2007 bis 2011 war er als leitender Kurator in der Goodman Gallery Cape Town tätig. Er kuratierte zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, darunter gehörte zuletzt „A temporary admission“ von Bridget Baker beim National Arts Festival 2014 in Gahamstown, Südafrika. Seit seinem Umzug nach Berlin im Jahr 2012 kuratierte er 2013 die Gruppenausstellung „The Beautyful Ones“ in der Galerie Nolan Judin und war Ko-Kurator der Ausstellung „GhostBusters II“ im SAVVY Contemporary. Janse Van Rensburg ist Kurator der laufenden Wanderausstellung „Oblique“ von Abrie Fourie, die u. a. 2012 im HKW und 2013/2014 im Savannah College of Art and Design in den USA gezeigt wurde. Er schrieb u. a. für die Kunstmagazine Art South Africa, das Canvas Magazine und Metropolis M.. Zurzeit ist er Gastdozent an der Bayreuth Academy for Advanced African Studies und Ko-Kurator des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Giving Contour to Shadows“, eine Initiative des SAVVY Contemporary in Zusammenarbeit mit dem Neuen Berliner Kunstverein.

Thabo Thindi ist ein in Berlin lebender Filmemacher und Live-Performer aus Südafrika. In 2012 gewann er im Rahmen des „48 Hour Film Project Berlin“ den Preis für die Beste Kamera. Zurzeit ist er als Schauspieler in Athol Fugards „Blood Knot“ auf deutschen Bühnen zu sehen.
Thabo Thindi ist Gründer und Regisseur der Plattform Jozi.tv, die neben zahlreichen Projekten auch den online TV-Sender Jozi.tv produziert. Die Vision von Jozi.tv ist die mediale Vermittlung zwischen Deutschland und Afrika. Ziel der Plattform ist es maßgeblich an der Darstellung und Repräsentation von Afrikanern in Deutschland beteiligt zu sein. So entwickelt und dokumentiert die Plattform Inhalte mit Afrikabezug aus ganz Deutschland.
Thabo Thindi ist darüber hinaus Regisseur und Produzent der Videoausstellung „Exile Faces“, einer Serie von Interviews, die die Lebensgeschichten von Südafrikanern dokumentieren die während des Apartheidregimes ins Exil getrieben wurden und aus verschiedenen Gründen bis heute im Exil in Deutschland blieben.

Barbara Wahlster ist Leiterin der Literatur-Redaktion bei Deutschlandradio Kultur. Zuvor war sie langjährig als freie Autorin, Journalistin und Kritikerin für den Rundfunk und andere Medien tätig. Sie hat aus dem Französischen übersetzt und war zuletzt Max Kade Visiting Professor an der Vanderbilt-University in Nashville .