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Schön

Das Anthropozän-Projekt. Eine Enzyklopädie

Ist Schönheit menschlich? Welchen Schönheitssinn haben wohl andere Spezies? Geht der über das reproduktiv Nützliche und biologische Schlüsselreize hinaus? Und in Anbetracht des Anthropozäns: Macht der Mensch die Dinge nun schöner oder hässlicher? Urwüchsige Wildnis oder moderne Architektur, manchmal auch genau die Mischung aus Wildnis und Form­ – vom Wald überwucherte Ruinen oder Reisterrassen – sind es, die schön und erhaben wirken. Findet so manch einer. Eine schöpferische Intention oder Zufall und Chaos – beides kann schön sein. Im Anthropozän stellen sich manche auch die Frage, ob der Schönheitssinn des Menschen nicht geformt werden kann, um mehr Komplexität, Diversität und Vermischung zuzulassen; statt Hochglanzästhetik eher die ressourcenschonende Unordnung lieben zu lernen. Vielleicht aber gerät durch die physikalischen und meteorologischen Veränderungen im Anthropozän unsere ästhetische Orientierung bereits derartig aus den Fugen, dass sich andere Betrachtungsweisen und Perspektiven ganz spontan und ungeplant ergeben.