Biografien der Konferenzteilnehmer

After Year Zero. Geografien der Kollaboration seit 1945

Künstler | Konferenzteilnehmer

Adekeye Adebajo (Kapstadt) ist seit 2003 Geschäftsführer des Centre for Conflict Resolution (CCR), Kapstadt. Er gehörte UN-Missionen in Südafrika, der Westlichen Sahara und im Irak an. Er veröffentlichte Bücher zu zeitgeschichtlichen Themen: “Building Peace in West Africa”, “Liberia’s Civil War”, “The Curse of Berlin: Africa After the Cold War” und “UN Peacekeeping in Africa: From the Suez Crisis to the Sudan Conflicts” und war Mitherausgeber oder Herausgeber von Büchern zu globalem Konfliktmanagement, den Vereinten Nationen und der Europäischen Union und zu westafrikanischer Sicherheitspolitik und der Außenpolitik von Südafrika und Nigeria. Seine Doktorwürde erhielt Adekeye Adebajo in Oxford, wo er als Rhodes - Stipendiat studierte.

Nabil Ahmed (London), die Arbeiten des Künstlers und Autors werden weltweit gezeigt, unter anderem bei der Taipei Biennale 2012, am Haus der Kulturen der Welt, am Centre for Possible Studies, Serpentine Gallery und am South Asian Visual Arts Centre (SAVAC) in Toronto. Nabil Ahmed hat Beiträge für „Third Text“, „Media Field Journal“ und den demnächst erscheinenden Band „Architecture and the Paradox of Dissidence“ verfasst und ist Kurator bei Call & Response, einem von Künstlern organisierten Projekt in London. Derzeit ist er Doktorand am Centre for Research Architecture at Goldsmiths, University of London, wo er auch unterrichtet.

Garnette Cadogan (New York), der Schriftsteller lebt als unabhängiger Wissenschaftler und Autor in New York. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf Kunst und Kultur und deren Überschneidung mit Fragen der Ideengeschichte. Garnette Cadogan ist Mitherausgeber des in Kürze erscheinenden Bandes „Oxford Handbook of the Harlem Renaissance“ und arbeitet an einem Buch über den Rock/Reggae-Superstar Bob Marley.

Rangoato Hlasane (Johannesburg) ist bildender Künstler, Illustrator, DJ und Ko-Direktor der unabhängigen und interdisziplinären Bibliothek Keleketla! in Johannesburg. Seine Recherchen konzentrieren sich auf die Rolle der Kunst bei der Mobilisierung von Gemeinschaften. Er hat an verschiedenen Orten Südafrikas Kunst- und Entwicklungsprojekte koordiniert, die auf gemeinschaftlichem Handeln aufbauen und die einen Generationen- und Disziplinen-übergreifenden Dialog als Bildungsinstrument nutzen, um jungen Leuten unterschiedlichster Herkunft eine Chance zu geben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

James T. Hong (Taiwan), der unabhängige Filmemacher und Künstler wurde in den USA geboren, lebt und arbeitet nun in Taiwan. James T. Hong beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit philosophischen Themen und Figuren, kontroversen Fragen von „Rasse“ und „Klasse“ sowie historischen Konflikten in Asien. Sein letzter Film „Cutaways of Jiang Chun Gen – Forward and Back Again“ wurde im Rahmen der Berlinale 2013 in der Sektion Forum Expanded gezeigt.

Keyti (Dakar) gilt als einer der Pioniere des Hip-Hop im Senegal. Mit seiner Gruppe Rapadio bestritt er einen radikalen Ansatz, der Hip-Hop als Möglichkeit verstand, das Volk aus seiner Ohnmacht zu befreien und zentrale politische und soziale Themen anzusprechen. Derzeit ist er zusammen mit seinem Kollegen Xuman Gastgeber von Journal Rappé, einer erfolgreichen, gerappten Nachrichtensendung, die wöchentlich im senegalesischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Bongani Madondo (Johannesburg), der Autor und Kulturtheoretiker publiziert zu Themen der Literatur, Musik, Stilpolitik(en) und „Rasse“. Zu den Auszeichnungen Bongani Madondos zählen der SALA Literary Journalism Award 2007 und das Steve Biko Advancement of Journalism Fellowship. Sein neues Buch „Sigh The Beloved Country“, eine Sammlung von Essays, längeren journalistischen Arbeiten und Memoiren, erscheint 2013, ein Buch über die Popsängerin Brenda Fassie, Stimme der unterdrückten schwarzen Mehrheit Südafrikas während der Apartheid, ist für 2014 geplant.

Fred Moten (Los Angeles), der Dichter und Literaturtheoretiker beschäftigt sich mit der radikalen Schwarzen Tradition. Fred Moten ist Autor von “In the Break: The Aesthetics of the Black Radical Tradition”, “Hughson’s Tavern”, “B. Jenkins”, “The Undercommons: Fugitive Planning and Black Study” (mit Stefano Harney) und “The Feel Trio”. Er lebt in Los Angeles und unterrichtet an der University of California, Riverside.

Charles Tonderai Mudede (Seattle), geboren in Simbabwe, lebt als Autor, Filmemacher und Kulturtheoretiker in Seattle. Er ist Associate Editor der Wochenzeitschrift „The Stranger“, Contributing Editor bei „The Black Scholar“ und unterrichtet English Humanities an der Pacific Lutheran University, Washington.

Shirin Rai (Warwick), die Politikwissenschaftlerin lehrt als Professorin am Department of Politics and International Studies der University of Warwick, Großbritannien. Ihre Forschungsinteressen sind postkoloniale Regierungsformen, Prozesse der Demokratisierung sowie Geschlecht und Politik. Sie ist Autorin von „The Gender Politics of Development“ (2008) und Herausgeberin von „Ceremony and Ritual in Parliament“(2010).

Autoren des Projekts „Travelling Communiqué. Reading a Photo Archive (1948–1980) Presidential Press Service, Yugoslavia”
Das gemeinschaftliche Langzeitprojekt wurde konzipiert von Armin Linke (Künstler, Berlin/Mailand), Doreen Mende (Kuratorin und Theoretikerin, Berlin/London) und Milica Tomić (Künstlerin, Belgrad) in Diskussion und mit Beiträgen des Museums für Jugoslawische Geschichte (Radovan Cukić, Ivan Manojlović and Mirjana Slavković) sowie von Fabian Bechtle (Künstler, Berlin), Estelle Blaschke (Fotografiehistorikerin, Berlin), Zoran Erić (Kunsthistoriker und Kurator, Belgrad), Theo Eshetu (Filmemacher, Rom), Maja Hodoscek (Künstlerin, Ljubljana), Pramod Kumar (Archivhistoriker, Neu-Delhi), Milica Lopičić (Architektin, Belgrad), The Otolith Group (Künstler und Theoretiker, London), Olga Manojlović Pintar (Historikerin, Belgrad), Dubravka Sekulić (Schriftstellerin und Architektin, Belgrad/Zürich), Ana Sladojević (Theoretikerin und Kuratorin, Belgrad), Branimir Stojanović (Philosoph und Psychoanalytiker, Belgrad), Jelena Vesić (Kuratorin und Theoretikerin, Belgrad/Maastricht), und Stevan Vuković (Philosoph und Kurator, Belgrad).
Travelling Communiqué wird unterstützt durch das Goethe-Institut Belgrad. Fotosammlung des MYH (Museum of Yugoslav History)