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Iñigo Manglano-Ovalle

You Can Say Anything You Want For As Long As You Want

Architekt Hugh A. Stubbins sah in seiner Kongresshalle mit dem Auditorium als Herzstück die Verkörperung von Rede- und Meinungsfreiheit. Manglano-Ovalles Installation thematisiert den Einfluss akustischer und räumlicher Inszenierung auf die Wirkungsmacht des gesprochenen Wortes. Auf der Bühne des Auditoriums steht ein jedem Besucher zugängliches Mikrofon inmitten des leeren Zuhörerraums. Doch statt zu verstärken, absorbiert es das Gesagte und sendet es unbearbeitet an ein Internetarchiv, das die Vielzahl der Stimmen sammelt und öffentlich hörbar werden lässt.

Iñigo Manglano-Ovalle (*1961 in Spanien) ist für seine aktivistisch geprägte öffentliche Kunst wie auch für seine Studioarbeiten international bekannt. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit Stipendien von Guggenheim (2009) und der Mac Arthur Foundation (2001). Seine Arbeiten wurden unter anderem gezeigt bei The Power Plant, Toronto (2011), den Kunstwerken, Berlin (2011), The Art Institute of Chicago (2011), dem Massachusetts Museum of Contemporary Art (2009) und der Documenta XII, Kassel (2007). Manglano-Ovalle ist Professor für Kunsttheorie und -praxis an der Northwestern University, Chicago.