Kobo Town, © Promo
Ti-Coca + Wanga Négès, Foto: Caroline Mardok
I Walked With a Zombie, Filmstill, © Filmmuseum Berlin - Stiftung Deutsche Kinemathek

Do., 09. Juli 2009 — Sa., 25. Juli 2009

Wassermusik: Karibik und Akkordeon

Sommer-Open-Air-Festival

Jamaika, Haiti, Trinidad & Tobago, Kuba: WASSERMUSIK kreuzt in diesem Sommer zwischen den Häfen der Karibik. Die ist ein Kosmos für sich, in dem fast auf jeder der Inseln eine eigene Mischung von Kultur, Sprache, Musik zu treffen ist. Diese Welt dazwischen – zwischen Europa, Afrika und den beiden Amerikas – lässt immer wieder neue Klänge entstehen, jenseits von Reggae, Calypso oder Son, die schon lange ihren festen Platz im Pop-Universum haben. Die Klangerfindungsbox Karibik läuft weiter – ständig werden im Austausch mit New York oder Paris neue Stile kreiert.

WASSERMUSIK 09 bringt sie in Konzert-Zweierpacks an die Spree: Horace Andy (Jamaika), Los Hermanos Morales (Kuba), Kobo Town (Trinidad/Kanada), Lee „Scratch“ Perry & Adrian Sherwood (Jamaika/GB), Omar Sosa (Kuba), The Mighty Sparrow (Trinidad), Ti-Coca et Wanga Négès (Haiti). Ob Calypso-König, Dub-Magier, Orgel-Ungetüm oder Piano-Ästhet – das Line-up ist so vielfältig wie die karibische Inselwelt. Wo Häfen sind, ist auch Akkordeon. Dank Seeleuten und Auswanderern eroberte es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in kürzester Zeit die ganze Welt. Und wo dieses Orchester der kleinen Leute hinkam, entstand neue Musik, etwa Norteño in Mexiko, Forró in Brasilien, Tango in Argentinien. WASSERMUSIK 09 feiert das Akkordeon in seiner ganzen Bandbreite mit Chango Spasiuk (Argentinien), Clan Brasil (Brasilien), coba (Japan), Ray Abshire (USA), Jorge de Altinho (Brasilien), René Lacaille (Réunion), Tango Crash (Argentinien). J-Pop, Elektro-Tango, Chamamé, Tex-Mex und Forró: Garantiert tanzbar!

Jeweils vor den Konzerten spielt der Carilloneur Jeffrey Bossin sein eigens für Wassermusik 09 komponiertes "Wasser-Jingle".

Und das Sommerfestival lädt ein zu noch mehr Erlebnissen am grünen Strand der Spree, zu Filmen auf den Spuren von Rastas, Calypsonians und Acordeonistas und zu einer Lesung von Louis-Philippe Dalembert (Haiti).

Dazu kommen Infos rund um die Karibik und ganz und gar nicht wässerige Cocktails, dabei noch: Sonnenuntergang hinter der Auster.

Im Rahmen der Tagung „Koloniales Kaleidoskop: Die Karibik im Fokus kultureller Transferprozesse im 19. Jahrhundert“, finden Lesungen, Vorträge und Diskussionen statt.