Bernd Scherer

Bernd Scherer leitet das Haus der Kulturen der Welt seit 2006. Der Philosoph legte den Fokus des Programms auf die Auseinandersetzung mit den Transformationsprozessen in unseren Gesellschaften, die postkolonialen Strukturen, die ökologischen und technologischen Umbrüche: zunächst in Projekten wie Das Potosí-Prinzip (2009–2010) und Über Lebenskunst (2010–2011) und ab 2012 in den mehrjährigen Forschungsprojekten Das Anthropozän-Projekt, 100 Jahre Gegenwart und Das Neue Alphabet u. a. mit der Veranstaltungsreihe Wörterbuch der Gegenwart (2015–2018). So hat er das HKW weiterentwickelt von einer Institution, die nichteuropäische Kulturen repräsentierte, zu einem Labor der Ideen für eine nicht nur global, sondern auch planetarisch sich verändernde Welt. Ein wichtiger kuratorischer Ansatz von Bernd Scherer und seinem Team besteht dabei in der Verflechtung von Kunst und Wissenschaft, Politik und Technologie. Das Programm wird im Sinne einer Perspektivenvielfalt kollaborativ mit internationalen Künstler*innen und Forscher*innen entwickelt. Seit 2011 lehrt Scherer als Honorarprofessor am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität Berlin. Bevor er Direktor des HKW wurde, leitete er von 1999 bis 2004 das Goethe-Institut Mexiko und anschließend im Goethe-Institut München die Zentralabteilung Künste. Er ist u. a. Herausgeber der Bände Das Anthropozän – Zum Stand der Dinge (mit Jürgen Renn, 2015), Wörterbuch der Gegenwart (mit Stefan Aue und Olga Schubert, 2019) und Das Neue Alphabet (2021).

Stand: März 2021

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