Rimini Protokoll

Rimini Protokoll | © David von Becker

Rimini Protokoll | © David von Becker

Das Autoren-Regie-Team Rimini Protokoll arbeitet seit 2000 im Zwischenbereich von Realität und Fiktion an einem “Expert*innen-Theater”, das Laien als “Expert*innen” ins Zentrum ihrer Arbeit stellt. Einzeln oder zusammen arbeiten Helgard Kim Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel an der Weiterentwicklung der Mittel des Theaters, um zwischen Bühnen- und öffentlichem Raum ungewöhnliche Sichtweisen auf unsere Wirklichkeit zu ermöglichen. So erklären Haug, Kaegi und Wetzel eine Daimler Hauptversammlung zum Theaterstück oder inszenieren unter anderem in Berlin, Zürich, London, Melbourne, Tokio oder Philadelphia mit hundert statistisch repräsentativ ausgewählten Bürger*innen 100% einer Stadt. In Berlin und Dresden entwickelten sie begehbare Stasi-Hörspiele, in denen die Observationsprotokolle per Smartphone abhörbar waren. Mit Chinchilla Arschloch, waswas inszenierten sie ein Stück mit drei vom Tourette-Syndrom Betroffenen über Steuerungsmöglichkeiten, Verbalattacken und die Frage, was eigentlich Normalität ist. Im HKW begab sich Rimini Protokoll 2018 mit Staat 1–4 in vier Inszenierungen auf eine Recherche in die Felder außerhalb dessen, was heute vom Nationalstaat organisiert und kontrolliert werden kann.

Rimini Protokoll wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem Silbernen Löwen der 41. Theaterbiennale Venedig 2011 für ihr Gesamtwerk, dem Deutschen Hörspielpreis der ARD 2014 und dem Grand Prix des Schweizer Theatertreffens 2015. Deadline (2004), Wallenstein – eine dokumentarische Inszenierung (2006), Situation Rooms (2014) und zuletzt Chinchilla Arschloch, waswas (2020) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Mehr auf rimini-protokoll.de.

Stand: Februar 2020

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