Nicola Perugini

Nicola Perugini ist Anthropologe und Assistenzprofessor am Al Quds Bard Honors College (Jerusalem, Palästina), wo er den Studiengang Menschenrechte und Internationales Recht leitet. Zuletzt beschäftigte er sich vor allem mit Landrecht, Gewohnheitsrecht und den historischen Entwicklungen in der Reproduktion von Macht und traditionellen Dependenzverhältnissen in Marokko. In seiner aktuellen Forschungsarbeit untersucht er den kolonialen Einsatz von Menschenrechtsdiskursen und –praktiken im Kontext von Israel/Palästina. 2012-2013 war er Mitglied des Institute for Advanced Study, Princeton, wo er seine Untersuchung der Beziehungen zwischen Menschenrechten und Dominanz weiterführte, was auch das Thema seines bald bei Oxford University Press erscheinenden Buches sein wird. In seinen bisherigen Veröffentlichungen beschäftigte er sich auch mit den Themen „eingebettete“ Anthropologie im Iran und in Afghanistan, Asylbewerber in Italien und räumliche Praxis und Kontrolle in Palästina. Seit 2009 arbeitet er an verschiedenen Forschungsprojekten zu Theorie und Kunst mit dem Kollektiv Decolonizing Architecture Art Residency (DAAR) zusammen.

Stand: März 2014

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