Johannes Krause

Johannes Krause ist Biochemiker mit dem Forschungsschwerpunkt historische Infektionskrankheiten und menschliche Evolution und promovierte im Fach Genetik an der Universität Leipzig. Anschließend war er am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig tätig, bevor er als Professor für Archäo- und Paläogenetik an die Universität Tübingen berufen wurde. Er wirkte an der Entschlüsselung des Neandertaler-Erbguts mit und erbrachte den ersten genetischen Nachweis des Denisova-Menschen, einer steinzeitlichen Menschenform in Sibirien. Derzeit befasst er sich mit der Analyse des Erbguts der alten Ägypter*innen, der Rekonstruktion der ersten afrikanischen Genome aus dem Pleistozän, dem Ursprung der ersten seuchenartig auftretenden Pesterreger, die zu Epidemien in Europa führten, und beleuchtet die komplexe Geschichte der großen, vorgeschichtlichen Migrationsbewegungen in Europa. 2014 wurde er als Gründungsdirektor an das Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte berufen. Seit 2018 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Archäogenetik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Stand: Januar 2019

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