Pressemitteilung vom 30.10.2020

HKW ab 2.11. geschlossen. Programm läuft digital weiter

HKW ab Montag, 2.11.2020 für Besucher*innen geschlossen.

Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original läuft weiter: digital auf www.hkw.de
Das Verschwinden der Musik wird digital umgesetzt.
The Shape of a Practice: Alle Inhalte online verfügbar.


Trotz Corona-Beschränkungen zählt die HKW-Ausstellung Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original bereits über 10 000 Besucher*innen. Auch während des Lockdowns muss das Publikum nicht auf die Ausstellung verzichten:

Ein 3D-Rundgang, produziert vom Projektpartner The Warburg Institute, macht es möglich, den Atlas zu erkunden, befragen und zu betrachten, ohne vor Ort zu sein.

Ebenfalls in dieser als 3D-Präsentation verfügbar ist die Ausstellung Zwischen Kosmos und Pathos, die in der Gemäldegalerie (bis 1.11.2020) Kunstwerke von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit versammelt, die Warburg als Vorlagen seiner enzyklopädischen Bildersammlung dienten. 3D-Rundgänge in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln.

In der Videoserie Befragung des Atlas mit vier Teilen bieten Anselm Franke in Zusammenarbeit mit Matthew Vollgraff und Guillaume Cailleau mit wechselnden Gesprächs- und Sparringspartner*innen ein Kaleidoskop unterschiedlicher Lesarten. Welche Geschichte erzählt der Atlas, wo sprengt er den Rahmen einer Erzählung? Wie verhält sich die Warburg’sche Psychogeschichte der europäischen Neuzeit zur außereuropäischen Kolonialgeschichte? Episode 1 befasst sich mit den Grundlagen des Atlas und ordnet diesen ein in eine – noch unvollendete – globale Kulturgeschichte. Drei weitere Filme folgen in wöchentlichen Abständen.

Befragung des Atlas
Anselm Franke in Zusammenarbeit mit Matthew Vollgraff und Guillaume Cailleau
4 Episoden à ca. 30 min.
Mit u.a. den Kuratoren der Ausstellung, Erhard Schüttpelz, Griselda Pollock, Claire Tancons, Alice Creischer / Andreas Siekmann, Steffen Haug, Giovanna Targia, Syros Papapetros.
www.hkw.de

Mitte November folgt A Kind of World War, ein Filmessay von Anselm Franke und Erhard Schüttpelz. Aby Warburgs berühmter Vortrag zum Schlangenritual der Hopi in Arizona ist einer der meistkommentierten kunstwissenschaftlichen Texte des 20. Jahrhunderts. Doch während Warburgs Schlangenritualtext fest im Kanon der Kunstgeschichte verankert ist, ist über seine Quelle, das Schlangenritual der Hopi und dessen Geschichte, einer breiteren Öffentlichkeit wenig bekannt – zumal in Europa. A Kind of World War widmet sich der auch von Aby Warburg selbst weitgehend ignorierten politischen Geschichte der Bilder dieses Rituals, an deren Verbreitung er teilhatte. (Film, ca. 60) Min. in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln)

Im Video Gertrud Bing und Aby Warburg. Der gemeinsame Denkraum untersuchen Laura Tack, Autorin einer Monografie über Gertrud Bing, und die Kulturtheoretikerin Clio Nicastro die Anwesenheit von Gertrud Bing in der Ausstellung. (Englisch mit deutschen Untertiteln)

Der Audioguide Warburg für Beginner*innen macht den 3D-Rundgang auch für Besucher*innen zum Vergnügen, die sich die komplexe Weltsicht des Bildersammlers Schritt für Schritt aneignen möchte. Ebenfalls online verfügbar und in deutscher Sprache ist die dazugehörige Publikation.

Die Inhalte der Konferenz stehen nun in der HKW-Mediathek zur Verfügung. Am 25. und 26.9.2020 kamen Kunsthistoriker*innen und Kurator*innen zusammen, um über die Konzepte, die Aby Warburg und sein Forschungsteam entwickelten und ihr Fortwirken in der zeitgenössischen Kunstgeschichte und Bildwissenschaft zu diskutieren.

Last but not least bietet der Folio-Band Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – The Original, hrsg. von Haus der Kulturen der Welt und The Warburg Institute, London; Roberto Ohrt, Axel Heil, 2020, im Verlag Hatje Cantz, die vollständige Übersicht: In den 1920ern entwickelte Aby Warburg seinen Bilderatlas Mnemosyne. Er wurde zu einem Mythos der modernen Kunst- und Bildwissenschaft. Die Publikation versammelt die 63 Bildtafeln – neu fotografiert mit dem originalen Bildmaterial und Texten von Roberto Ohrt, Axel Heil, Bernd Scherer, Bill Sherman und Claudia Wedepohl.

Bereits gekaufte Tickets werden zurückgenommen und erstattet. Ticketinhaber*innen werden proaktiv durch unser Ticketoffice () per Email kontaktiert.

Pressekontakt: anne.maier@hkw.de

Das Festival Das Verschwinden der Musik (13.-15.11.2020) wird digital umgesetzt. Entsprechende Konzepte werden zur Zeit erarbeitet.

Sa, 14.11.2020, 21h – Livestream auf hkw.de

Jan St. Werner und Andi Toma („Mouse On Mars“) bringen per Videokonferenz die Sounds von vier Künstler*innen aus unterschiedlichen Orten in den USA in Einklang. Die Multimediakünstlerin Olivia Block steuert aus Chicago found sounds und elektronische Klänge bei, während der Theoretiker DeForrest Brown Jr., auch als Speaker Music bekannt, in New York City den Sampler bedient. Forbes Graham spielt seine Trompete von Boston aus und die Improv-Musikerin und Lyrikerin Bonnie Jones steuert in Providence Text und Video bei. Ein Jam, der in Echtzeit gemischt wird und die Fehlbarkeiten zeitgenössischer Videokommunikation in die Improvisationspraxis integriert.

Informationen zu den restlichen Teilen des Programms werden in Kürze bekanntgegeben.

Bereits gekaufte Tickets werden zurückgenommen und erstattet. Ticketinhaber*innen werden proaktiv durch unser Ticketoffice () per Email kontaktiert.

Pressekontakte: jan.trautmann@hkw.de und guido@autopilotmusic.com

The Shape of a Practice. Negotiating Context in the Anthropocene findet bis Samstag, 31.10.2020 wie geplant vor Ort im HKW und digital auf shape.anthropocene-curriculum.org statt.

Die Installation The Current – Mississippi. An Anthropocene River kann bis Sonntag, 1.11.2020 vor Ort im HKW besichtigt werden.

Die Aufzeichnungen des einwöchigen Programms, die Inhalte der Installation sowie zahlreiche weitere Forschungsprojekte sind online verfügbar bis 30.11. auf shape.anthropocene-curriculum.org

Weitere Informationen zum Programm: hkw.de/shape

Pressekontakt: jan.trautmann@hkw.de

Das Haus der Kulturen der Welt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Auswärtigen Amt.

Pressekontakt:
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