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Pressemitteilung vom 08.08.2019

Paris Calligrammes – Eine Erinnerungslandschaft von Ulrike Ottinger

100 Jahre Gegenwart | Paris Calligrammes

Ausstellung, Filmprogramm
23.8.– 13.10.2019
Eröffnung: 22.8.2019, 19h
Achtung! Neue Öffnungszeiten im HKW: Mi–Mo 12–19h, Do 12–22h, Di geschlossen
Tickets (inkl. Zweitbesuch): 5€/3€, Mo & unter 16 Jahren: Eintritt frei

Das Paris der 1960er Jahre war nicht nur Treffpunkt Intellektueller und Kunstschaffender aus aller Welt, sondern wurde auch von dekolonialen Bewegungen und politischen Umbrüchen erfasst – von der Aufbruchsphase nach dem Zweiten Weltkrieg über den Algerienkrieg bis hin zu den Studentenprotesten von 1968.

Ulrike Ottinger, Filmemacherin, Fotografin und Weltensammlerin, zog im Alter von 20 Jahren aus dem kleinstädtischen Konstanz in die Großstadt. Die Ausstellung Paris Calligrammes – Eine Erinnerungslandschaft von Ulrike Ottinger zeigt ihr Paris der 1960er Jahre, als sie dort als bildende Künstlerin lebte. Sie zeichnet die Stadt als pulsierenden Energiestrom zwischen Traumabewältigung und Utopie Europas, als Gegenbild zu Rassismus und Fanatismus der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich. Mit dem ihr eigenen künstlerisch-ethnografischen Blick verknüpft Ulrike Ottinger historische Berichte und bildliche Darstellungen mit ihrem persönlichen Archivmaterial und filmischen Aufnahmen.

Die Ausstellung wird begleitet von einem von der Künstlerin zusammengestellten Filmprogramm mit für sie inspirierenden Werken der Filmgeschichte: von Dokumentationen über den Algerienkrieg bis zur bitterbösen Filmsatire Mr. Freedom von William Klein, die im Stile eines Superhelden-Comics den amerikanischen Imperialismus karikiert (das vollständige Programm siehe nachstehend). Bei den Kunst-Dialogen können Besucher*innen jeden Samstag mit einem Team studentischer Kunstvermittler*innen in der Ausstellung ins Gespräch kommen, individuelle Nachfragen stellen oder über die Ausstellungsinhalte diskutieren.

Eine gleichnamige Publikation mit Beiträgen von Aleida Assmann und Laurence A. Rickels, herausgegeben von Bernd Scherer erscheint in Deutsch, Englisch, Französisch zur Ausstellung bei Hatje Cantz. Das Buch gibt auf 192 Seiten mit 300 Abbildungen einen umfangreichen Einblick in Ulrike Ottingers Skizzenbücher und ihr Privatarchiv.

Filmprogramm

Samstag 24.8. 21h Carte Blanche für Ulrike Ottinger im Rahmen von Rencontres Internationales
Mr. Freedom
R: William Klein, FR 1969, 95 min, engl. OV

Donnerstag 29.8. 19.30h
Petit à Petit
R: Jean Rouch, FR / NE 1971, 96 min, franz. OmE

Donnerstag 12.9. 19.30h
La Chinoise
R: Jean-Luc Godard, FR 1967, 96 min, franz. OmE

Donnerstag 19.9. 19.30h
Octobre à Paris
R: Jacques Panijel, FR 1962, 70 min, franz. OmE

Donnerstag 26.9. 19.30h
La Blessure, La Tragédie des Harkis
R: Daniel Costelle, Isabelle Clarke, FR 2009, 90 min, engl. synchr. Version

Pariser Journal (Ausschnitte)
R: Georg Stefan Troller, DE 1962, 26 min, deutsche OV

Kunst-Dialoge: Sa 24.8, 31.8.

Finissage: So 13.10. 15h Zur Ästhetik des ethnografischen Blicks – Ein Gespräch mit Ulrike Ottinger, Clémentine Deliss und Michael Oppitz.

Zum vollständigen Programm: hkw.de/paris
Pressefotos auf Anfrage an:

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart.

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Pressekontakt
Anne Maier
Pressesprecherin
Haus der Kulturen der Welt
+49 30 39787 153/196