Pressetermin am 01.11.2018 17:00h

Radiophonic Spaces

100 Jahre Gegenwart

Radiophonic Spaces
Begehbares Radioarchiv und Bühne des Hör-Wissens
1.11.-10.12.2018
Do-Mo, 11-19h, 25.-26.11. geschlossen

Eröffnungsveranstaltung
Der Ohrenmensch
Lectures, Performances, Konzerte
1.11.-3.11.2018
Donnerstag, 19-22h, Eröffnung Radiophonic Spaces um 19h
Freitag, 16 – 21.30h
Samstag. 14 – 21.30h
Eintritt frei

Presserundgang: 1.11., 17h
Presseakkreditierung erbeten: presse@hkw.de

Das Radio begann vor rund 100 Jahren, die Hörgewohnheiten zu verändern. Klänge wurden zunehmend technisch vermittelt, bevor sie auf das Ohr trafen. Radiophonic Spaces erforscht Geschichte und Ästhetik der Radiophonie - des wechselseitigen Zusammenhangs zwischen technisch vermitteltem Klang und akustischer Wahrnehmung. Das begehbare Archiv macht Teile einer umfassenden Sammlung der Radiokunst für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Auftaktveranstaltung Der Ohrenmensch fragt nach dem Wissen des Ohres in einer visuell geprägten Gegenwart, in der sich die Möglichkeiten des Sendens und Empfangens vervielfacht haben.

Die über 200 Arbeiten aus der Geschichte der Radiokunst, die im HKW zu erleben sein werden, beinhalten Stücke von Orson Welles, Bertolt Brecht, John Cage und Friederike Mayröcker bis hin zu Natascha Sadr Haghighian und Rimini Protokoll. Ein interaktives Kopfhörersystem ermöglicht es den Besucher*innen das Archiv im Foyer des HKW individuell zu erkunden. Das Hörmaterial gliedert sich in insgesamt 13 Themenbereiche. Digitale Nachschlagewerke bieten die Möglichkeit, die produktions- und kulturgeschichtlichen Hintergründe und Zusammenhänge der Radiokunst vertiefend zu erforschen.

Die dreitägige Eröffnungsveranstaltung Der Ohrenmensch beschäftigt sich mit Wissensfragen rund um das Konzept der Radiophonie. Insbesondere werden die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Verhältnis von Sender und Empfänger behandelt. In Konzerten, gemeinsamen Erkundungen des begehbaren Radioarchivs und einem Radiophonen Funkkolleg suchen Künstler*innen und Forscher*innen nach ästhetischen, technischen und politischen Handlungsmöglichkeiten im radiophonen Raum. So wird etwa der Wissenschaftshistoriker Lino Camprubí die Radiotechnik als Mittel der Ortung und Vermessung im Mittelmeer untersuchen, die Klangkünstlerin Marie Guérin in Dialog mit historischen Tonaufnahmen treten und der Künstler Emeka Ogboh die Klanglandschaften von Lagos und Berlin im Auditorium des HKW zusammenführen.

Während der gesamten Laufzeit von Radiophonic Spaces kommen Künstler*innen, Forscher*innen Musiker*innen, Radiomacher*innen und Student*innen in das begehbare Radioarchiv, um ihre Perspektive auf das Radio, die Radiophonie und die im Archiv gesammelten Arbeiten in Präsentationen, Performances, Gesprächen und Workshops vorzustellen und zu diskutieren. Zu den Gästen gehören die Musikwissenschaftlerin Camilla Bork die Künstlerin und Radiomacherin Anna Bromley, Walter Filz (SWR), Marcus Gammel (Deutschlandfunk Kultur), der Künstler Anton Kats, die Radioaktivistin Diana McCarty (reboot.fm), Nathalie Singer u.v.a.

Das gesamte Programm finden Sie hier

Einen Teaser können Sie hier hören.

Radiophonic Spaces mit Arbeiten von Ammer & Console, Alessandro Bosetti, Andrea Cohen & Diego Losa, John Cage, Ferdinand Kriwet, Christina Kubisch, Friederike Mayröcker, Michaela Melián, László Moholy-Nagy, Kaye Mortley, Olaf Nicolai, Georges Perec, Paul Plamper, Milo Rau, Carl Sagan, Natascha Sadr Haghighian, Eran Schaerf, Dziga Vertov, Ror Wolf u. a.

Der Ohrenmensch mit Beiträgen von ARK (Johannes Ismaiel-Wendt, Sebastian Kunas, Malte Pelleter), Nathalie Anguezomo Mba Bikoro und Gilles Aubry, Hermann Bohlen, Lino Camprubí, Cevdet Erek, Wolfgang Ernst, Beatriz Ferreyra, Marie Guérin, Wolfgang Hagen, Alexandra Hui, Hassan Khan, Sebastian Kunas, Verena Kuni, Flora Lysen, Stefan Maier, Mara Mills, Nástio Mosquito, Marko Peljhan, Marina Rosenfeld, Viktoria Tkaczyk, Sarah Washington, Anna Zett, Elisabeth Zimmermann u. a.

Radiophonic Spaces ist ein Projekt der Professur Experimentelles Radio an der Bauhaus-

Universität Weimar im Rahmen von Radiophonic Cultures (Sinergia-Forschungsprojekt des SNF) in Zusammenarbeit mit dem HKW und dem Museum Tinguely, Basel. Das begehbare Radioarchiv wird vom 23.10.18–27.1.19 im Museum Tinguely und vom 26.7.–19.9.19 in der Universitätsbibliothek Weimar gezeigt.

Das begehbare Radio-Archiv wurde konzipiert von Nathalie Singer (Professur für Experimentelles Radio, Bauhaus-Universität Weimar) mit einem Team von Radioexpert*innen

Mitveranstalter: Deutschlandfunk Kultur, Südwestrundfunk, Westdeutscher Rundfunk.

Mit freundlicher Unterstützung internationaler Rundfunkanstalten und Radioarchive.

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, Fonds Bauhaus100 der Bauhaus-Universität Weimar, Freistaat Thüringen, Hertie-Stiftung, Film- und Medienstiftung NRW, Goethe-Institut e.V., Hanna und Dieter Paulmann

Die Veranstaltung Der Ohrenmensch ist ein Projekt des HKW in Zusammenarbeit mit der Bauhaus-Universität Weimar und eröffnet Radiophonic Spaces am HKW. Der Ohrenmensch wurde konzipiert von Katrin Klingan und Janek Müller

Am HKW findet Radiophonic Spaces im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart statt, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Das Haus der Kulturen der Welt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch das Auswärtige Amt.