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Bodybits | Gerald Hüther: Wer sind wir und wenn ja, wie viele?

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Analoge Körper in digitalen Zeiten
Mo, 28. März 2011 — Fr, 01. April 2011

Gerald Hüther: Wer sind wir und wenn ja, wie viele?

Zu den spannendsten Auswirkungen der Verbreitung digitaler Medien und Kommunikationsmöglichkeiten zählt die gegenwärtig zu beobachtende und mit enormer Geschwindigkeit sich global ausbreitende Veränderung des „Wir-Gefühls“.

Dieses durch keine Institution oder Ideologie erzeugte Gefühl bildet die Grundlage für die Herausbildung eines globalen „Wir-Bewusstseins“, das es in dieser Weise bisher noch nie gegeben hat. Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines Selbstorganisationsprozesses, der die bisherigen Vorstellungen von Individualität vom Kopf auf die Füße stellt. Seine Einzigartigkeit gewinnt ein Mensch nicht mehr dadurch, dass er sich von anderen abgrenzt. Sondern indem er sich gemeinsam mit anderen entdeckend, gestaltend, sich kümmernd und Verantwortung übernehmend auf den Weg macht, und dabei seine individuellen Potenziale entfaltet. Jeder gehört dazu und alle werden gebraucht.

Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologe und leitet die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasst er sich mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Sachbücher.
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