Schools of Tomorrow


Do, 04. Mai 2017 — Sa, 06. Mai 2017

Chica demontierbare Kinderstühle 1971. Design: Donato D'Urbino, Jonathan De Pas, Paolo Lomazzi, Giorgio DeCurso | © 2017 The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florenz

Chica demontierbare Kinderstühle 1971. Design: Donato D'Urbino, Jonathan De Pas, Paolo Lomazzi, Giorgio DeCurso | © 2017 The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florenz

Installation von raumlabor im Foyer | © HKW / Stephanie Pillick

Installation von raumlabor im Foyer | © HKW / Stephanie Pillick

Welche Zukunftsentwürfe könnten Denken und Handeln leiten, wenn Schule als Labor der Gesellschaft von Morgen verstanden wird? Was bedeuten Digitalisierung und demografischer Wandel für das Lernen in der Migrationsgesellschaft? Welche neuen Allianzen könnten die Schule als gesellschaftlichen Ort stärken? Auf welche Weise kann Kunst den Wandel befördern? Und wie würden Schüler*innen in ihrer Wunschschule das Lernen gestalten?

Vor 100 Jahren versuchten Reformpädagog*innen weltweit, Grundlagen für ein neues Lernen und Lehren zu schaffen. Industrialisierung, weltweite Migration und Verstädterung hatten für tiefgreifende Umbrüche gesorgt, auf die progressive Bildungsreformer mit neuen Schulkonzepten reagierten. Der Philosoph und Pädagoge John Dewey entwickelte 1915 in seiner wegweisenden Publikation "Schools of To-Morrow" gemeinsam mit seiner Tochter Evelyn seine Erziehungstheorie entlang einer Reihe von Schulexperimenten in den USA. Bis heute wirkt sein pädagogischer Ansatz fort, der Schüler*innen auf die aktive Mitgestaltung der Gesellschaft vorbereiten soll. In Anlehnung an Dewey nimmt „Schools of Tomorrow“ internationale aktuelle Praxisbeispiele sowie experimentelle pädagogische Ansätze aus dem 20. Jahrhundert in den Blick und entwickelt so Handlungs- und Themenfelder, die neue Wege für das Lernen aufzeigen können.

Bei einer Auftaktkonferenz diskutieren vom 4. bis 6. Mai 2017 internationale Bildungstheoretiker*innen und Schulpraktiker*innen, Künstler*innen, Eltern und Schüler*innen, wie Schulen Zukunft mitgestalten können. Die Ergebnisse der Konferenz bilden den Ausgangspunkt für eine Reihe von Schulprojekten, die im Schuljahr 2017/2018 gemeinsam mit Partnern europaweit realisiert werden. Ein Ideenwettbewerb fragt deutschsprachige Schüler*innen, wie sie ihre Wunschschule organisieren würden. Im Juni 2018 stellt das HKW bei einer Abschlusspräsentation ausgewählte Schulprojekte und die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs vor.

Kuratiert von Silvia Fehrmann
Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart

Auftaktkonferenz:
Do, 04. — Sa, 06. Mai 2017

Eintritt frei, mit Simultanübersetzung ins Deutsche und Englische

Die Teilnahme am öffentlichen Programm ist ohne Anmeldung möglich. Für die Workshops am Freitag ist eine Anmeldung unter erforderlich.