Die Literaturen der Welt stehen im Fokus des Preises für internationale Erzählliteratur in deutscher Erstübersetzung, der seit 2009 durch das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen ausgeschrieben wird.
Die Preisträger des Jahres 2011: Michail Schischkin und Andreas Tretner
(Foto: Marcus Lieberenz © Haus der Kulturen der Welt)
Der Internationale Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt 2011 geht an Michail Schischkin und seinen Übersetzer Andreas Tretner. Für „Venushaar“ (Originaltitel „Venerin Volos“), 2011 erschienen bei der DVA, erhält der Autor 25.000 Euro. Weitere 10.000 Euro gehen an Andreas Tretner für die deutsche Erstübersetzung des Romans aus dem Russischen. 2011 wird der Internationale Literaturpreis - Haus der Kulturen der Welt zum dritten Mal verliehen. Jurybegründungen und mehr zu Autor, Übersetzer und Buch...
111 Titel, aus 24 Sprachen übersetzt, deren Originalausgaben aus über 50 Ländern stammen, hatten deutschsprachige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingereicht.
Folgende Werke und Übersetzer waren für die Shortlist nominiert
(in alphabetischer Reihenfolge):
José Eduardo Agualusa: „Barroco tropical“
A1 Verlag 2011, aus dem Portugiesischen von Michael Kegler
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Joanna Bator: „Sandberg“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Polnischen von Esther Kinsky
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Edwidge Danticat: „Der verlorene Vater“
Edition Büchergilde 2010, aus dem Englischen von Susann Urban
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Mathias Énard: „Zone“
Bloomsbury/Berlin-Verlag 2010 , aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller
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Elias Khoury: „Yalo“
Suhrkamp Verlag 2011, aus dem Arabischen von Leila Chammaa
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Michail Schischkin: „Venushaar“
Deutsche Verlags-Anstalt 2011, aus dem Russischen von Andreas Tretner
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Der Preis ist dotiert mit 35.000 Euro – anteilig 25.000 Euro für den Autor und 10.000 für den Übersetzer. Damit wird die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt und Vielstimmigkeit weltweiter Gegenwartsliteraturen und auf die Vermittlungsarbeit des Übersetzens gelenkt, die in einer globalisierten Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Ausgewählt werden literarisch herausragende zeitgenössische internationale Erzählstimmen, die sich innerhalb der internationalen Literaturproduktion durch thematische Vielfalt und neue literarische Formen auszeichnen. Der Preis ist damit auch ein kulturpolitisches Instrument, das sich dem Aspekt der Übersetzung in einer globalen Kulturproduktion widmet und Wechselwirkungen der internationalen Literatur mit einem immer noch national gedachten „Literaturkanon“ befördert.
2011 waren wieder deutschsprachige Verlage zur Einsendung der Titelvorschläge aufgerufen. Die Einsendefrist lief bis zum 25. Februar. Eine Jury namhafter Literaturkritiker, Journalisten, Übersetzer und Autoren ermittelte die Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren. Die Preisverleihung findet in Anwesenheit der Preisträger am 29. Juni in Berlin statt.
In Kooperation mit VdÜ (Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke und Deutscher Welle