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Internationaler Kongress - Tag 2

Beyond Multiculturalism?

Fragen an die Einwanderungsgesellschaft

  • Fr 05.06.2009 | 10:00 h | Teilnahme frei

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10 h Panel 1

MULTIKULTURALISMUS VS. „SUPER-DIVERSITY“? NEUE PERSPEKTIVEN AUS DER WISSENSCHAFT IM POSTETHNISCHEN ZEITALTER

David Hollinger, UC Berkeley

Jorge Gracia, State University of New York in Buffalo

Steven Vertovec, Max Planck Institut zur Erforschung multireligöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen

Zwischenruf: Nevim Çil, Migrationsforscherin, Berlin

Moderation: Michael Werz, Transatlantic Fellow beim German Marshall Fund of the USA

Der Multikulturalismus der 80er- und 90er-Jahre steht in der Kritik: seine Vertreter versuchten, Menschen nach Kategorien von Ethnizität und Herkunft zu gruppieren und ihnen darauf aufbauend Zugangsrechte zu ermöglichen. Das Konzept der „Super-Diversity“, so Steven Vertovec, beschreibt dagegen die Situation, dass unsere Gesellschaften und ihre Einwanderungsbevölkerungen heute eine innere Komplexität erreicht haben, die jedes uns bislang bekannte Maß überschreitet. Welche Identifikationen aber leiten das Handeln von Individuen und Gruppen? Welche Alternativen zur Beschreibung und Analyse unserer gegenwärtigen Gesellschaften werden derzeit entwickelt? Mehr zu den Teilnehmern...


12 h Panel 2

EINWANDERUNGSLAND DEUTSCHLAND – EINE BESTANDSAUFNAHME DER MIGRATIONSDEBATTE

Rita Süssmuth, Berlin

Steffen Angenendt, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Franziska Woellert, Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Serhat Karakayali, amira, Berlin

Moderation: Kofi Yakpo, Deutscher Bundestag

Deutschland ein Einwanderungsland: Jahrzehntelang hat sich die Bundesrepublik dieser Realität verweigert und in Politik, Gesetzgebung und öffentlichem Diskurs das Leitbild einer homogenen Gesellschaft verteidigt. Das Panel resümiert die aktuelle deutsche Debatte und diskutiert neue Leitbilder, die der gesellschaftlichen Realität gerecht werden und über herkunfts- und kulturspezifische Zuschreibungen hinausweisen. Mehr zu den Teilnehmern...


15.30 h Panel 3

MODELLE UND ERFAHRUNGEN VON EINWANDERUNGSGESELLSCHAFTEN IM INTERNATIONALEN VERGLEICH

Ruud Koopmans, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Ian Kemish, Botschafter Australiens in Deutschland

Wilson Fusco, Fundação Joaquim Nabuco, Brasilien

Moderation: Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-Stiftung

Aufgrund ihrer eigenen Entstehungsgeschichte gehen klassische Einwanderungsländer wie Australien und Brasilien, aber auch ehemalige europäische Kolonialnationen wie die Niederlande offensiver mit Vielfalt um. Oftmals treten dort Probleme komplexer Einwanderungsgesellschaften deutlicher zu Tage. Wo liegen die Bruchstellen? Das Panel vergleicht andere gesellschaftliche Systeme der Vielfalt mit der deutschen Situation und zeigt exemplarisch Herausforderungen und politische Herangehensweisen auf. Mehr zu den Teilnehmern...


18 h Forum Junge Politik

POLITIK FÜR ÜBERMORGEN? PARTEIPOLITISCHE STRATEGIEN ZU MIGRATION

"Eckpunktpapiere", "Integrationsgipfel", "Grün- und Weißbücher", "Stadtteilmütter", "Sprachtests", "Nationaler Integrationsplan": In den letzten Jahren wurden zahlreiche Institutionen und Instrumentarien für das Einwanderungsland Deutschland entwickelt. Zwischen all diesen Aktivitäten sucht das Forum nach den politischen Linien der demokratischen Parteien. Dazu kommen jene zu Wort, die auch morgen noch das politische Geschehen beeinflussen können: Raed Saleh (Abgeordnetenhaus Berlin, SPD), Evrim Baba (Abgeordnetenhaus Berlin, DIE LINKE), Ramona Pop (Abgeordnetenhaus Berllin, Bündnis 90/GRÜNE) und Hanaa El-Hussein (Vorsitzende des Landesfachausschusses für Ausländerpolitik, FDP Berlin) diskutieren mit den Experten der Konferenz. Mehr zu den Teilnehmern...

Moderation: Stephan Lanz, Viadrina-Universität Frankfurt/Oder


Radioformat

14.15 - 15.15 Uhr Radio Live

"Diversität hören in der Einwanderungsgesellschaft: welchen Wandel braucht das Radio?"

Die Diskussion findet im HKW-Radiostudio statt und kann im Radio nachverfolgt werden. Radiogeräte werden vor dem HAUSRadio ausgegeben. Auch als Podcast verfügbar unter www.hkw.de/hausradio

Radio wird immer vielfältiger, das Internet erschließt neue Kanäle, Spartensender bedienen unterschiedliche Hörer. Doch bedingt die neue Vielfalt der Wege auch eine neue Vielfalt im Programm, die unseren immer diverseren Einwanderungsgesellschaften gerecht wird? Wie kann das Medium Radio als Multiplikator und Sprachrohr für neue Perspektive auf die zunehmende (globalisierungsbedingte) Diversität unserer Gesellschaften fungieren?

Pit Schultz im Gespräch mit DJ Ipek Ipekçioglu, Stephan Galland/Radio Grenouille, Marseille und Stefan Tenner.

Zum HAUSRadio-Beitrag...

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