Mit dem Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka, Nigeria, und dem Historiker Timothy Garton Ash, Großbritannien.
Begrüßung: Bernd M. Scherer, Intendant
Einführung und Moderation: Susanne Stemmler, Literaturwissenschaftlerin
Außerdem:
Eröffnung der Ausstellungen " 1989 in Bildern ", " Bruderland ist abgebrannt " und der Soundinstallation " Sind wir auch das Volk? "
22 h: Videogramme einer Revolution Film von Harun Farocki und Andrej Ujica
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnung
Timothy Garton Ash, Historiker, Oxford. Professor und Direktor des European Studies Centre der University of Oxford und derzeit Isaiah Berlin Professorial Fellow. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den David Watt Memorial Prize, den Premio Napoli, den George Orwell Preis, den Imre Nagy Memorial Plaque, den Hoffmann von Fallersleben Preis, das Bundesverdienstkreuz und die Verdienstkreuze Polens, der Tschechischen Republik und das britische CMG. 2005 wurde er vom Time Magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gelistet. Zu seinen Werken zählen „Ein Jahrhundert wird abgewählt“ (dt. 1993), „Im Namen Europas“ (dt. 2004) und „Freie Welt“ (dt. 2004).
Wole Soyinka, Schriftsteller, Las Vegas. Geboren 1934 in Abeokuta/Nigeria, studierte von 1952-54 Literatur an der University of Ibadan, Ibadan/Nigeria und von 1954-57 an der University of Leeds, Leeds/UK. Nach dem Studium arbeitete Soyinka als Dramaturg und Schauspieler am Royal Court Theatre in London. Für seine Vermittlungsversuche im Nigerianischen Bürgerkrieg wurde er 1967 festgenommen und erst auf internationalen Druck nach 22 Monaten aus der Einzelhaft entlassen.1975 erhielt Soyinka in Ife einen Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft, doch nach der Machtübernahme Sani Abachas ging er 1993 in die USA, wo er als Gastprofessor lehrte. Nach weiteren Stationen in Nigeria und in den USA ist Soyinka derzeit Elias Ghanem Professor an der University of Nevada (UNLV), Las Vegas/USA. 1986 erhielt Soyinka den Nobelpreis für Literatur, seit 1994 ist er Goodwill-Botschafter der UNESCO, 2006 erhielt er den Weilheimer Literaturpreis. Künstlerportrait auf culturebase.net...
Susanne Stemmler, romanistische Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Berlin. Promovierte 2004 über den Orientalismus in der französischen Literatur. Von 1997 bis 2004 lehrte Stemmler an der Universität Düsseldorf Romanistik und Medienwissenschaft; von 2005-07 war sie Fellow der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Center for Metropolitan Studies in Berlin/New York. Ihr Forschungsprojekt „Hip-Hop. Die transkulturelle Ästhetik der Performance“ führte sie als Visiting Fellow u.a. an die Columbia-Universität in New York. Seit 2008 leitet sie den Bereich Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft am Haus der Kulturen der Welt. Publikationen u.a. „Hip-Hop und Rap in romanischen Sprachwelten. Stationen einer globalen Musikkultur“ (Hg., 2007), „New York – Berlin. Kulturen in der Stadt“ (2008) sowie Aufsätze zu Migration, Transkulturalität, Post/Kolonialismus und Urbanität.